Benutzer:Christian/Arianismus

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Irrlehre des Arius

Abgleich

Ökumenisches Konzil

1. Erstes Konzil von Nicäa (Nicäa I) 325, einberufen vom römischen Kaiser Konstantin I., dem Großen

Es verurteilte die Lehre des alexandrinischen Presbyters Arius (Arianismus), die Jesus Christus dem Wesen nach als zwischen Gott und Mensch stehendes Geschöpf auffasste. Es formulierte die Wesensgleichheit von Sohn und Vater und verfasste ein erstes Glaubensbekenntnis (Nicaenum).

Erstes Ökumenisches Konzil

Das erste ökumenische Konzil der christlichen Kirche wurde 325 in Nikaia[1] abgehalten und von dem römischen Kaiser Konstantin dem Großen einberufen - zwölf Jahre, nachdem dieser im Römischen Reich das Christentum zugelassen hatte. Das Konzil sollte die Auseinandersetzungen um die Wesensart Jesu Christi im Zusammenhang mit dem Arianismus beilegen. 318 heilige Väter der gesamten Kirche Gottes nahmen an dem Konzil teil.[2] Die Kirche übernahm das Nicänische Glaubensbekenntnis als einzig gültiges, das Jesus Christus als wesensgleich mit Gott definierte.

Glaubensbekenntnis

"Wir verlassen die ersten 250 Jahre des Kirchenlebens und befinden uns in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts. Der Glaube hatte sich verbreitet, und die Verfolgung nähert sich dem Ende. In Ägypten taucht ein Priester namens Arius (265-336) auf, von dem wir wissen, dass er ein gelehrter und sympathischer Prediger war. Um ihn versammelten sich viele Gläubige und Kleriker. Arius verkündigte eine Lehre, die zu einer der allergrößten Krisen in der Kirchengeschichte führen würde. Seiner Meinung nach war allein der Vater als Gott im richtigen Sinne zu bezeichnen. Der Sohn war nur ein sekundärer Gott, hatte eine niedrigere Stufe und war durch den Willen des Vaters aus dem Nichts erschaffen. Als andere Geschöpfe war der Sohn natürlich höher, weil er in seinem Wesen und Willen, seiner Macht und Herrlichkeit ein Bild des Vaters war.

Diese Lehre, die sehr kompliziert klingt, führte zu einer großen Spaltung und Unruhe innerhalb der Kirche und somit innerhalb des römischen Reiches. Es gab zwei Positionen, eine falsche, die Arius und seine Anhänger vertraten, und eine richtige, welche die Ansicht Alexanders, des Bischofs von Arius, darstellte.

Konstantin (280-337), der römische Kaiser, dem es mit großer Mühe gelang, in seinem Reich politische Ruhe walten zu lassen, war mit dieser neuen Spaltung unzufrieden. Er versuchte zu vermitteln und schickte Hossius, den Bischof der spanischen Stadt Kordoba, nach Alexandria, um sich nach dem Problem zu erkundigen und herausfinden, wer Recht hatte. Hossius fuhr nach Alexandria und hörte beide Parteien aber ohne Erfolg.

Im Jahr 325 berief der Kaiser Konstantin zu einer großen kirchlichen Versammlung nach Nizäa (heute Iznik) ein. Ziel war, über das Problem des Arius zu diskutieren. Das war das erste Mal in der Geschichte der Kirche, dass ein solches umfassendes Treffen stattfindet. Deshalb wird diese Versammlung, die am 10. Mai begann und am 19. Juni zu Ende kam, als das "erste ökumenische Konzil" bezeichnet. Die heiligen Väter dieses Konzils haben sich deutlich gegen die falsche Lehre des Arius ausgesprochen."

Antonios der Große

Während seiner 85 Jahren ging er bloß zwei mal nach Alexandria. Das erste mal während der Christenverfolgung um an einem Märtyrertod zu sterben. Das zweite Mal wurde er von seinem Schüler, dem Heiligen Athanasius dem Großen, Bischof von Alexandria eingeladen. Dabei sollte er die Anschuldigungen des Presbyters Arius widerlegen. Arius beschuldigte den Heiligen Antonios sein Anhänger zu sein.

Konstantin, Нl. Apostelgl. Kaiser

Der Нeilige Apostelgleiche Kaiser Konstantin (* zw. 272 und 285; † 337) war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Er war das erste römische Staatsoberhaupt, das durch sein Edikt von Mailand das Christentum als Religion anerkannte und die Christenverfolgung beendete. Diese Bekehrung nahm ihren Ursprung in der Verwendung des Christusmonogramms in der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312. Auf dem Kampffeld erschien ihm das Heilige Kreuz Christi mit den Worten "In hoc signo vinces" ("In diesem Zeichen wirst du siegen"), woraufhin er den entscheidenden Sieg über seinen Gegner Maxentius und noch weitere Siege errang. In der Folgezeit förderte und privilegierte der Hl. Konstantin zunehmend das Christentum und ließ zahlreiche Kirchen bauen, darunter die alte Peterskirche in Rom (325) und die Sophienkirche in Konstantinopel. Er gab den Bischöfen richterliche Befugnisse, führte den Sonntag als wöchentlichen Feiertag ein und berief das Erste Ökumenische Konzil der Christlichen Kirche (325). Das Konzil verurteilte die Irrlehre des Arianismus und erklärte das Nicänische Glaubensbekenntnis, die Grundlage unseres Glaubensbekenntnisses, als das einzig gültige.

Athanasios von Alexandrien

Der Hl.Athanasios wurde gegen Ende des 3. Jahrhunderts in Alexandrien geboren, wo er auch seine Bildung erhielt, indem er sich besonders dem Studium der Heiligen Schrift widmete. Alexander, Bischof von Alexandrien, weihte ihn zum Diakon, als welcher er mit seinem Bischof dem 1. Ökumenischen Konzil zu Nicäa (325) beiwohnte. Sie beteiligten sich wesentlich an den Streitigkeiten mit dem Irrlehrer Arius. Nach der Rückkehr aus Nicäa und dem Tode des Bischofs Alexander wurde er zu dessen Nachfolger gewählt. Obwohl er sich längere Zeit weigerte, in so schwerer Zeit die Verwaltung der Kirche zu übernehmen, musste er dennoch dem allgemeinen Wunsche nachgeben und wurde im Alter von 28 Jahren Bischof von Alexandrien. Die Arianer hatten keinen anderen so scharfen Gegner wie den Hl. Athanasios, der mit ihnen einen Kampf bis an das Ende seines Lebens führte, wobei er sich unzähligen Gefahren und Verfolgungen seitens der Arianer aussetzte und wiederholt von ihnen aus Alexandrien vertrieben wurde. Er verbarg sich in Gallien und Italien sowie in der ägyptischen Wüste bei verschiedenen dortigen Asketen. Er starb, 80 Jahre alt, im Jahre 373.

Eustathios von Antiochien

Der Hl. Eustathios wurde in Side in Pamphylien (heute Türkei) geboren. Er war zuerst Bischof von Beria in Syrien und wurde dann zum Patriarchen von Antiochien gewählt. Er verteidigte die Orthodoxie auf dem 1. Ökumenischen Konzil in Nicäa und widerlegte die Irrlehre des Arius, wodurch er sich den Hass der Arianer zuzog. Infolge von deren Verleumdungen wurde er aus seinem Patriarchenamt vertrieben und nach Thrakien verbannt. Dort starb er im Jahre 360.

Spyridon von Trimythunt

Er nahm 325 am 1. Konzil von Nicäa teil und gehörte dort zu den Bekämpfern des Arianismus. Er brachte durch seine einfachen und klaren Darlegungen des Glaubens viele Häretiker zurück in die Kirche. Durch ein göttliches Wunder ließ er aus einem Ziegelstein Feuer, Wasser und Erde hervorkommen und machte so die Einheit in der Dreiheit und die Dreiheit in der Einheit anschaulich.[3]

29. Mai MAXIMIN II. von Trier

MAXIMIN II., Bischof von Trier, Streiter gegen Irrlehre des Arianismus † 353

Paul der Bekenner, Patriarch von Konstantinopel

Der hl. Paul wurde in Thessaloniki geboren und war Nachfolger des hl. Alexander als Patriarch von Konstantinopel. Wegen der Widerlegung der Irrlehre des Arianismus wurde er viermal durch Kaiser Konstantin, selbst ein Arianer, vom Patriarchenamt verbannt. Zuletzt wurde er ins Exil nach Armenien geschickt, wo die Arianer ihn beim Gottesdienst erdrosselten (350). Seine Reliquien wurden 391 nach Konstantinopel gebracht.

Liberius, Bischof von Rom

Der heilige Liberius bestieg den päpstlichen Thron nach dem Papst Julius, im Jahre 352. Wegen der Verteidigung der christlichen Lehre und Bekämpfung der Irrlehre des Arianismus hat der heilige Liberius das Exil zu Beria in Trakien erlitten. Er starb friedlich im Jahre 366.

Basilios der Große

Der Hl. Basilios (auch Basilius von Caesarea, manchmal auch Basilius, Bassilios, Wassilios, russ. Wassili genannt) war Erzbischof von Kappadokien... Er wurde um 330 in Caesarea in Kappadokien (dem heutigen Kayseri in der Türkei), geboren. Er war der Bruder des Hl. Gregor von Nyssa und der Hl. Makrina, Sohn einer angesehenen und frommen Familie... Im Jahre 364 wurde der Hl. Basilios zum Priester geweiht. Sein engagierter Kampf gegen die Irrlehren des Arianismus machte ihn zum erfolgreichen Lehrer der Christen. Er veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter drei gegen den arianischen Führer Eunomius gerichtete Bücher... Im Jahre 370 wurde der Hl. Basilios als rechte Hand des Bischofs Eusebius in seine Heimatstadt gerufen und zu dessen Nachfolger als Erzbischof von Kappadokien geweiht. Der Heilige wurde damit Vorgesetzter von 50 Bischöfen. Kaiser Valens war Anhänger des Arianismus, und es gab große Konflikte, aber Basilios blieb standhaft, was den Kaiser so beeindruckte, dass er dem Metropoliten schließlich eine große Schenkung zueignete. Mit diesen Mitteln gründete Basilios die geistliche Stadt "Basilias", die aus Kranken- und Armenhäusern bestand und ein Aussätzigenasyl unterhielt. Die Christen seien berufen, den Staat zu durchleuchten, lehrte Basilios... Der Heilige starb nach längerer Krankheit am 1. Januar 379 in Caesarea, im Alter von 49 Jahren. Der Hl. Basilios selbst, sein Bruder Gregor von Nyssa und sein Freund Gregor der Theologe werden gemeinhin "die großen Kappadokier" genannt. Der Hl. Basilios gilt der West- wie der Ostkirche als Kirchenvater.

Gregor der Theologe

Der Нeilige Hierarch Gregor der Theologe (auch "Gregor von Nazianz" genannt; * um 329; † 390) war Bischof von Sasima in Kappadokien, kurzzeitig Metropolit von Konstantinopel und einer der bedeutendsten Kirchenväter. Er formulierte die Lehre über die Heilige Dreiheit und prägte so entscheidend die christliche Theologie...

Der um 275 geborene Gregor von Nazianz der Ältere hatte im Alter von weniger als fünfzig Jahren bereits das Amt des Ortsrichters erreicht. Im Jahre 325 wurde er kurz nach dem Auftrieb gebenden 1. Ökumenischen Konzil in Nikaia durch seine schon zuvor christlich gewordene Ehefrau, die heilige Nonna (Nona), zum Christentum bekehrt. Schon drei Jahre später wählten ihn die Kappadokier wegen seiner Lebenserfahrung und seiner Treue zu den Konzilsbeschlüssen zum Bischof von Nazianz...

Nach dem häretischen Konzil von Rimini im Jahre 359 war die Kirche Kappadokiens zerstritten, weswegen der alternde Bischof Gregor von Nazianz seinen Sohn entweder noch in diesem Jahr, spätestens aber dann 360 zurückrief und ihn baldmöglichst zum Priester weihte (361 oder 362), um einen Gehilfen zu haben. Doch darauf war Gregor der Theologe noch nicht vorbereitet, so dass er erneut zu Basilios floh. Nach drei Monaten hatte er seine inneren Zweifel überwunden und kehrte auch auf den Rat seines Freundes zurück nach Nazianz, um seine alternden Eltern zu unterstützen.

Gregor versuchte, in verschiedenen Konflikten zu vermitteln, nicht nur zwischen Anhängern des Arianismus und seinem Vater, sondern auch zwischen diesem und den Mönchen...

Im Jahre 370 wurde Basilius der Grosse trotz einer starken arianischen Opposition zum Metropoliten von Caesarea gewählt, nachdem er zuvor seinen Freund Gregor den Theologen für dieses Amt vorgeschlagen hatte. Ohne die Unterstützung des alten Bischofs Gregor von Nazianz, der sich hierfür in einer Sänfte in die kappadokische Hauptstadt tragen ließ, wäre die Wahl kaum noch zustande gekommen. Selbst die Provinzregierung dieser Metropole von damals fast einer halben Million Einwohnern war arianisch gesinnt. Unter der Aufsicht des Metropoliten standen seinerzeit etwa 50 Bischöfe.

Im Jahre 371 zeigte sich der arianisch gesinnte Kaiser Valens fest entschlossen, alle trinitarischen Bischöfe abzusetzen. Als es ihm bei Basilios nicht gelang, verkleinerte er dessen Einflussgebiet durch die Teilung Kappadokiens im Jahre 372. Basilius antwortete mit der Weihe seines Bruders Gregor von Nyssa und seines Freundes Gregor dem Theologen zu Bischöfen. Gregor der Theologe wurde Bischof von Sasima...

Auf Bitten der Christen und überzeugt vom Hl. Basilios übernahm er im Jahre 380 die erzbischöfliche Kathedra von Konstantinopel. Dort sammelte er durch seine Predigten sogar Häretiker, Heiden und Juden um sich. Die Arianer aber verfolgten den Heiligen mit Spott und wiegelten das Volk gegen ihn auf. Doch der Heilige Gregor, ein eifriger Kämpfer für die Orthodoxie, ertrug alles mit Ruhe und Geduld.

Auf dem 2. Ökumenischen Konzil wurde der Hl. Gregor zum Vorsitzenden erwählt. Als einige Bischöfe seine Amtsführung bekämpften, bat er aus Friedensliebe um die Entlassung aus dem Patriarchenamt.

Den Rest seines Lebens verbrachte er in seiner Heimat, wobei er sich stets um die kirchlichen Angelegenheiten kümmerte und die Häretiker (wie Arianer) in seinen Schriften bekämpfte. Wegen seiner berühmten theologischen Werke wurde er von der Kirche mit dem Beinamen "der Theologe" geehrt.

Der Heilige starb im Jahre 390, der Überlieferung nach am 25. Januar. Dieser Tag wurde sein Gedenktag.

Gregor von Nyssa

Der hl. Gregor wurde im 4. Jahrhundert in Caesarea geboren, und war der jüngere Bruder des hl. Basilios des Großen (Gedenktag: 1. Januar). 372 weihte ihn der hl. Basilios zum Bischof von Nyssa. Er war engagierter Bekämpfer der Irrlehre des Arianismus. Von seinen Feinden wurde er der Veruntreuung von Geldern beschuldigt und musste zwei Jahre (376–378) in der Verbannung leben.

Im Jahre 380, unter Kaiser Valens, konnte er jedoch zu seiner Metropolie zurückkehren. Zusammen mit den hll. Vätern des Kirchenkonzils von Konstantinopel (381) verfocht er Positionen der Orthodoxie gegen die Arianer. Zu der vom hl. Gregor bedeutenden Abhandlungen gehört die Schrift "Gegen Eunomius", in welcher er das Nicänische Glaubensbekenntnis verteidigt. Sein Hauptwerk, das "Große katechetische Gebet" betont die Richtigkeit der christlichen Lehre gegenüber Juden und Heiden. Der heilige Gregor entschlief friedlich bald nach dem Kirchenkonzil von Konstantinopel (394).


Kyrill von Jerusalem

Der Heilige Hierarch Kyrill von Jerusalem (* um 315; † 386) ist ein Kirchenvater der Orthodoxie und ein Kirchenlehrer der Katholischen Kirche. Er genoss als Prediger in Jerusalem hohes Ansehen, weshalb er 348 zum Bischof von Jerusalem bestellt wurde. In den Streitigkeiten über den Arianismus wurde er von Arianern verfolgt und ins Exil geschickt, wo er mehrere Jahre verbrachte.

Jerusalemer Patriarchat

Die Bischöfe von Jerusalem erwiesen sich als wichtige Personen im Kampf gegen die Häresien, so z.B. der Heilige „Kyrill der Katechet“ gegen die Häresie des Arianismus.

Timotheus I. von Alexandria

Der Hl. Hierarch Timotheus I. von Alexandria (+ 385) war Schüler des Heiligen Athanasius dem Großen und Bruder von Peter von Alexandria, dem er 380 auf der Kathedra von Alexandria nachfolgte. Über sein Leben ist sehr wenig bekannt. Er war Teilnehmer am Zweiten Ökumenischen Konzil, Prediger der Wesensgleichheit der Heiligen Dreiheit und Verteidiger der orthodoxen Lehre über den Heiligen Geist. Der Hl. Hierarch Timotheus führte den Kampf gegen den Arianismus und kümmerte sich um die Wohlfahrt.

Sabas der Gote

Der heilige Sabas der Gote (auch Sabas der Rumäne) (*um 334 im Buzău-Tal, Rumänien † 12. April 372? ebenda) ist der erste Märtyrer der aus dem Gebiet des heutigen Rumänien stammt. Obwohl er zu den von Bischof Wulfila getauften Goten gehörte, war er kein Arianer. Sein Gedenktag ist der 15. April


Kopf des Hl. Johannes des Täufers

Die Reliquie wurde von ehrfürchtigen Christen zu anderen weitergegeben, bis sie in Besitz des Priesters Ephstafij gelangte, der mit der Häresie des Arianismus angesteckt war. Er verirrte viele Schwache, die durch die Reliquie geheilt wurden, indem er das Wunder der Häresie zuschrieb. Als der Scharlatan entlarvt wurde, war er genötigt zu fliehen und vergrub den Kopf in einer Höhle mit der Hoffnung bald zurück zu kehren und die Häresie weiter zu lehren. Dies lies Gott jedoch nicht zu und in der Höhle siedelten sich ehrfürchtige Novizen ein und es entstand später an diesem Ort ein Kloster. 452 n. Chr. wurde dem Abt des Klosters - Marcellus - vom Johannes dem Täufer gezeigt wo sein Kopf liegt.

Alban von Mainz

Der heilige Alban von Mainz (latein: Albanus Mogontiacensis) war ein Schüler des Bischofs Theonast von Namsia (der alte Name für die griechische Insel Naxos). Theonast war ein entschiedener Anhänger des Nicänums von 325 und begrüßte die Beschlüsse des zweiten Ökumenischen Konzil von Konstantinopel von 381 nach den langen Jahren der arianischen Gegenreaktion bis hin zu arianischen Kaisern, arianischen Patriarchen und einer arianisch gesinnten Verwaltung. Nach der Priesterweihe des heiligen Alban begab sich Bischof Theonast mit ihm und dem Priester Ursus in den Westteil des damals noch ungeteilten römischen Reiches und half zunächst im heutigen Albanien und danach in der Provinz Africa bei der Bekämpfung des dort mittlerweile verwurzelten Arianismus. Im Jahre 394 reisten die drei zum heiligen Siricius, dem damaligen Bischof von Rom, um sich nach einem weiteren Einsatzgebiet zu erkundigen. Damals stand die seit 386 erneuerte Basilika Sankt Paul vor den Mauern kurz vor der Weihe. Siricius hatte in seinem Gesichtsfeld aber keinen Bedarf mehr an Kämpfern gegen den Arianismus, weswegen er die drei nach Mailand weiterschickte. Mailand war zu diesem Zeitpunkt unmittelbar vor der Teilung des Römischen Reiches die weströmische Residenz. Bischof Theonast kam mit seinen beiden Priestern dort an, als Kaiser Theodosius I. bereits Gesamtkaiser des Reiches war, also ab dem September 394 (der Kaiser starb am 17. Januar 395 in Mailand). Der bereits fünfundfünzigjahrige Ambrosius von Mailand leitete das Erzbistum damals bereits zwanzig Jahre als ehemaliger römischer Präfekt sehr umsichtig und weltgewandt. Er schickte die drei über Gallien in das ferne Obergermanien (Germania superior) nach Mainz, wo sich der Arianismus unter den germanischsprachigen Christen besonders hartnäckig hielt, weil er die Liturgie in der Sprache der Germanen erlaubte.

Severin von Noricum

Der Hl. Severin von Noricum (* um 410 vermutl. Nordafrika † 8. Januar 482 in Favianis bei Krems an der Donau) war ein spätantiker Missionar und Klostergründer in der römischen Provinz Noricum... Seiner Herkunft nach war er ein vornehmer Römer, der nach seiner Bekehrung zum Christentum nach Oberägypten reiste, um dort von den Eremiten im geistlichen Leben unterwiesen zu werden. Wann und wie lange er sich dort aufhielt, ist nicht bekannt. Auf göttliche Anweisung kehrte er nach dem Tod Attilas dem Hunnenkönig im Jahre 453 wieder ins Abendland zurück, um in der von den heidnischen und arianischen Germanen bedrängten Provinz Noricum den ansässigen christlichen Romanen beizustehen. Sein Hauptaufenthaltsort war die Stadt Favianis, heute Mautern in Niederösterreich, gegenüber dem Herrschersitz der arianischen Rugier.

Wirken gegen den Arianismus

Der hl. Severin versuchte nie, Andersgläubige dadurch zu bekehren, dass er ihnen die Fehler ihrer Anschauung zu erklären versuchte. Entweder wären diese nicht in der Lage gewesen, seinen Gedankengängen zu folgen, oder, was noch schlimmer gewesen wäre, sie hätten diese zum Anlass genommen, danach aus freien Stücken selbst Theologie zu betreiben und sich dadurch in andere, vielleicht noch schlimmere Fehler gestürzt. Dennoch bekannte der hl. Severin die Notwendigkeit des orthodoxen Glaubens zur Erlangung des ewigen Heils, wie das folgende Beispiel zeigt. Als sich der Rugierkönigs Flaccitheus durch das Erscheinen der Goten in Niederpannonien in seiner Herrschaft bedroht sah, suchte er den Hl. Severin auf, um ihn wie ein himmlisches Orakel um Rat zu fragen. Der hl. Severin sagte ihm: “ Wenn uns der eine konziliare Glaube verbinden würde, hättest du mich eher wegen des ewigen Lebens um Rat fragen müssen; aber weil du nur beunruhigt wegen des irdischen Wohles, das uns gemeinsam ist, fragst, so lasse dich belehren und höre zu.“ Hiermit erklärte er alle nicht-orthodoxen Glaubenslehren für irdisch. Im Folgenden ermahnte er den arianischen König, das er nicht die Grenze seines Reiches, die Donau, überschreiten, sich vor Hinterhalten hüten und selbst keine legen soll, und dass er es sich nicht verdrießen lasse, auch mit den Niedrigsten Frieden anzustreben und sich niemals auf seine eigenen Kräfte zu verlassen. Dann zitierte der hl. Severin die Heilige Schrift, in der es heißt: “Verflucht ist, wer auf den Menschen vertraut und das Fleisch für seinen Arm hält und dessen Herz sich vom Herrn entfernt.“ Hiermit ermahnte er den König nicht nur zu Besonnenheit, sondern widerlegt auch den Arianismus, der in Christus nur den vergöttlichten Menschen, aber nicht Gott seinem Wesen nach anerkennen will, wodurch er gezwungen ist, das Heil des Menschen aus der eigenen Natur, durch eigenes Vermögen zu lehren, was der Heiligen Schrift widerspricht. Außerdem stellten sich durch die Erklärung des Hl. Severin die Handlungsweisen der Barbaren als Resultat ihres verfälschten Glaubens dar.


Valentinianus von Passau

Der hl. Valentinius von Passau (auch Valentin von Rätien) (* vor 435 vermutlich in den Niederlanden oder Großbritannien; † um 475 in Mais, dem heutigen Meran) war einer der ersten Bischöfe von Passau... Er bemühte sich um die Mission der dortigen Bevölkerung, die zwar schon christlich war, jedoch durch die Umstände der Zeit sich wieder mit dem Heidentum vermischt oder der arianischen Lehre anhingen... Nach dem Abzug der römischen Soldaten aus Batavis und dem Eindringen der arianischen Ostgoten wurde der Hl. Valentinianus aus Batavis, wo er sich noch immer aufhielt, vertrieben. Daraufhin durchwanderte er zusammen mit seinem Begleiter, dem Presbyter Lucillus, die beiden Provinzen Raetia Prima und Raetia Secunda Richtung Westen und predigte überall, besonders aber in Graubünden, den Glauben an Jesus Christus. Zuletzt begab er sich, wahrscheinlich um den Stürmen der Völkerwanderung auszuweichen, ins Gebirge nach Mays bei Meran, wo er ein dem Hl. Erstmärtyrer Stefanus geweihtes Oratorium erbaute und eine Mönchsgemeinschaft gründete.


Benedikt von Nursia

Ein Gote namens Tzalla, Anhänger der Irrlehre des Arius, wütete zur Zeit ihres Königs Totila voll glühenden Hasses in ganz unmenschlicher Grausamkeit gegen die frommen Männer der Kirche. Kein Kleriker und kein Mönch, der ihn zu Gesicht bekam, entkam lebendig seinen Händen.

13. Mai Hl. SERVATIUS (Niederlande)

Hl. SERVATIUS, Verteidiger gegen den Arianismus (Niederlande)

Filioque

Das Filioque wurde erstmals 587 in Toledo gebraucht – ohne Befragung oder Zustimmung der damaligen fünf Patriarchen und in direkter Verletzung der Konzilsbeschlüsse. Das Ziel war die Abwehr einer regionalspezifischen Häresie, wahrscheinlich einer von den Goten eingeführten Form von Arianismus (dieses Volk war vom arianischen Bischof Wulfila missioniert worden).

Großes Schisma

Das Nicänische Credo wurde dabei in der Westkirche um das Filioque ergänzt. Seine lateinische Version schließt seitdem den Passus „[Spiritus Sanctus] qui ex Patre Filioque procedit – Heiliger Geist, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht“ ein. Er wurde von westlichen Theologen auf einer lokalen Bischofssynode in Toledo zur Abwehr des Arianismus entwickelt, indem er die Göttlichkeit Christi und die Gleichheit aller Hypostasen der Dreifaltigkeit betont.

Aquilinus

Aquilin, auch Wezelin (* um 970 in Würzburg; † vor 1018 in Mailand) war Bischof und Märtyrer... Die Überlieferung des Hl. Aquilinus ist legendär und wurde erst im 15. Jahrhundert schriftlich festgehalten. Es gibt keinen Hinweis darauf, wann und ob er gelebt hat, außer seinen unverwesten Reliquien, die für seine Rechtgläubigkeit sprechen.

Nach der Legende kam der Hl. Aquilinus kam in einer vornehmen Würzburger Familie in Franken zur Welt. Schon von Kindheit an trat er gegen arianische Mitschüler als Verteidiger der Orthodoxie auf. Von seinen Eltern zum Studium nach Köln geschickt, schloss er sich dem dortigen Bischof an, wurde Domherr und in der Folge Probst an der Kathedralkirche. Als ihn der Klerus und das Volk nach dem Hinscheiden des Bischofs zu dessen Nachfolger machen wollten, ergriff er die Flucht, um dieser Würde zu entgehen, und ging nach Paris. Dort beendete er durch sein Gebet eine Pest und gewann so sehr die Liebe Aller, dass man ihn gleichfalls zum Bischof machen wollte. Aber auf der Suche nach einem schwierigeren Betätigungsfeld floh er erneut, diesmal nach Pavia in Italien, und zog von dort aus, nachdem er die italienische Sprache erlernt hatte, weiter nach Mailand, wo die Sekte der Arianer wütete. Hier wurde er von den Kanonikern der Basilika des Hl. Märt. Laurentius aufgenommen und kämpfte bis an sein Lebensende gegen Arianismus und Manichäismus. Seine Beredsamkeit war so gewaltig, das er viele Häretiker dem wahren Glauben zurückgewann, sich aber auch erbitterte Feinde machte.

Einmal wurde er, als er am frühen Morgen in die Kirche des Hl. Ambrosius ging, überfallen und halb tot geprügelt. Als sich der Heilige dadurch aber nicht von seiner Predigttätigkeit abschrecken ließ, lauerten sie ihm ein zweites Mal auf und schlugen ihn zu Boden.

Entwurf

Arius argumentierte aus der Position einer absolut monotheistischen Theologie, die keinerlei Verletzung der Einheit und Einzigkeit Gottes zulassen dürfe. Folgerichtig sprach er der Person Jesu Christi (als bloß homoiousios = „wesensähnlich“) die Gottheit ab, und wies ihr nur die Rolle des vornehmsten aller Geschöpfe zu. In seinen philosophischen Argumenten ging er von platonischen und neuplatonischen Prämissen aus.

Die Gegner des Arius auf Seite von Athanasius hingegen argumentierten mit dem Begriff homo-ousios, eines Wesens (Wesensgleichheit). Die Homoousianer argumentierten, dass der Arianismus die christliche Gotteslehre nicht durch Monotheismus, sondern durch einen Polytheismus ersetze, da Gott und Jesus Christus für die Arianer völlig verschiedene Wesen sind, die beide verehrt werden. Daneben würden dadurch liturgische Traditionen wie die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes oder Gebete zu Jesus Christus unsinnig. Außerdem, vielleicht am wichtigsten, sei beim Arianismus das christliche Konzept der Erlösung in Christus nicht denkbar, da nur ein wirklich göttlicher Mittler eine Versöhnung der Schöpfung mit Gott zustande bringen könne – für ein Geschöpf sei das nicht möglich.


Literatur


Einzelnachweise

  1. lateinisch: Nicaea, das heutige Iznik - der Überlieferung nach am Ort eines freien Platzes ganz in der Nähe der 1923 zerstörten Koimesiskirche
  2. vgl. Genesis 14, 14 "Als nun Abram hörte, daß sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan." (Lutherbibel 1912)
  3. Vgl. dazu: Das Synaxarion - die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche. In 2 Bänden. Gestützt auf die 6-bändige Ausgabe des Hl. Klosters Simonos Petra. Erster Band. September bis Februar, Kloster des Hl. Johannes des Vorläufers, Chania (Kreta) 2006, ISBN 960-88698-0-3, S. 444f.