Triodion

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Das Triodion (griechisch Τριῴδιον, kirchenslaw. Постнаѧ Трїωдь), auch das Fastentriodion (Τριῴδιον κατανυκτικόν) oder das 1. Buch des Osterzyklus genannt, ist das Ritualbuch, das die wechselnden Gottesdiensttexte und Perikopen für die Vorfastenzeit, die Große Fastenzeit und die Heilige Woche enthält. Es hat liturgisch die gleiche Funktion wie die Monatsbücher, nur bezieht es sich auf den Osterzyklus. Der Name rührt daher, weil im Orthros täglich an Stelle der neun biblischen Oden drei Oden (daher Tri-odion) gelesen werden.[1] Die täglich wechselnden Texte, die diesen Oden hinzugefügt werden, sind ebenfalls Bestandteil des Triodions. Die Texte des Triodions thematisieren, neben den heilsgeschichtlichen Ereignissen, die der Kreuzigung vorausgingen, vor allem die Reinigung und Läuterung, Fragen von Schuld und Sühne des Menschen.[2]
Seltener ist mit Triodion auch die Zeit gemeint, in der das Ritualbuch benutzt wird, also die große Fastenzeit.

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Vgl. Ostkirchliches Institut Regensburg: Triodion (Stand: 27.05.15)
  2. Vgl. Archimandrit Johannes (Pfeiffer): Dass ihr anbetet in Geist und Wahrheit, Buchhagen 1999, S. 134.