Theodosios vom Kiewer-Höhlenkloster

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Gedenktag: 3. Mai, 14. August (Überführung der Gebeine, 28. August (Fest der Heiligen vom Kiewer-Höhlenkloster), 2. September

Während Antonios vom Höhlen-Kloster als Begründer des Mönchslebens in der Rus schlechthin gilt, kann Theodosios als der Urheber des koinobitischen (gemeinschaftlichen) monastischen Klosterlebens gelten und wird auch als solcher verehrt. Er wurde im Ort Wasilewo (oder Wasilkowo) bei Kiew geboren, verlebte seine Jugend aber in Kursk, wo sein Vater diente. Mit 14 Jahren verlor er seinen Vater und blieb in der Obhut seiner strengen Mutter, die für seinen Wunsch, Mönch zu werden, kein Verständnis aufbrachte und ihn sogar deswegen bestrafte. Mit 23 Jahren entfloh er heimlich, um sich der Mönchsgruppe um Antonios in Kiew anzuschließen. Dort wurde er unter dem Namen Theodosios von Abt Nikon aufgenommen. 1054 wurde er zum Priestermönch geweiht und 1057 zum Abt gewählt. In dieser Zeit führte er das Typikon des Konstantinopler Studionklosters ein. Er verstarb 1074 und wurde in einer von ihm selbst gegrabenen Höhle beigesetzt, in die er sich in Fastenzeiten und zum Gebet zurückgezogen hatte.

1108 wurde er dem Chor der Heiligen beigezählt, die entsprechende Vita wurde von seinem Schüler, dem Chronisten Nestor, verfasst. (© "Gottesdienst zum Ehren aller Heiligen der Rus", Würzburg, 1987. Seiten - 95 - 99)


Quelle: Kirchenkalender