Orthodoxes Glaubensbuch - Vorwort der Übersetzer

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Liebe Leserinnen und Leser!

“Unser Buch ist für den «christlichen Anfänger» bestimmt. Es ist ein Versuch, allen die Schönheit der Russischen Orthodoxen Kirche zu zeigen, ihr Kennenlernen zu erleichtern und somit zu helfen, in die Kirche einzutreten. Unser Buch soll für einen gläubigen Menschen die Notwendigkeit bekräftigen, kirchlich zu leben.”

Mit diesen Worten beschreiben die Autoren in ihrem Vorwort zur russischen Ausgabe die Intention des vorliegenden Buches. Vielen Menschen in Russland ist im letzten Jahrzehnt der Mangel an religiöser Bildung und an fundamentalem Glaubenswissen erstmals wieder voll bewusst geworden. Dieses Buch ist aus der pastoralen Praxis auf dem Hintergrund der Renaissance des orthodoxen Glaubens in Russland entstanden. Es ist ein authentisches Dokument der religiösen Aufbruchsstimmung im russischen Volk und kann dem westlichen Leser daher einen tieferen Einblick ermöglichen als manche Darstellung der Russischen Orthodoxen Kirche von außen. Es soll dabei aber nicht vergessen werden, dass das Werk keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und auch keine allumfassende Erklärung der russischen Orthodoxie ist. Es ist – wie wir es im Untertitel der deutschen Ausgabe auszudrücken versuchten – eine Einführung in das Glaubens- und Gebetsleben der Russischen Orthodoxen Kirche und somit ein Buch der Praxis. Breit und erhaben fließt der russische Text der Originalausgabe wie ein großer Strom dahin. Immer wieder – gleichsam in je neuen Anläufen – umkreisen die Autoren das Geheimnis des christlichen Glaubens und versuchen so, die aus uralter Tradition stammende orthodoxe Glaubenspraxis auch dem heutigen Leser zu vermitteln.

Die vorliegende deutsche Übersetzung bemüht sich, diese für den westlichen Menschen ungewohnte Darstellungsweise möglichst getreu wiederzugeben. Das Buch soll damit auch in der Übersetzung als genuines Glaubensdokument erkennbar bleiben, das aus dem Innern der Russischen Orthodoxen Kirche kommt. Um dem Leser den originalgetreuen optischen Eindruck zu vermitteln, wurde auch die graphische Gestaltung der russischen Ausgabe weitestgehend übernommen.

Biblische Namen und Zitate biblischer Texte sind der deutschen Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift entnommen, die Zählung der Psalmen folgt – der liturgischen Tradition entsprechend – jedoch der Septuaginta.

Das Kapitel “Die kirchenslawische Sprache” wurde in der deutschen Übersetzung stark gekürzt, da die Erklärung der kirchenslawischen Grammatik und das Glossar für russischsprachige Leser bestimmt und auch nur für diese verständlich sind. Aus demselben Grund wurde auch das Verzeichnis kirchlicher Wörter und Ausdrücke am Ende der russischen Ausgabe des Buches nicht übernommen.

Unser aufrichtiger Dank gilt Seiner Eminenz Pavel, Erzbischof von Wien und Budapest, für seine spontane Bereitschaft, der deutschen Ausgabe dieses Buches seinen Segen zu erteilen und ein Geleitwort zu schreiben, sowie Erzpriester Chrysostomos Pijnenburg von der russisch-orthodoxen Kathedrale zum hl. Nikolaus in Wien für seine Hinweise und Hilfestellungen zum Kapitel “Die Ikonographie”. Mag. Norbert und Maria Duffner aus Vorarlberg sei für ihre Korrektur der ersten drei Kapitel gedankt. Besonders wichtig war für die Übersetzer die große ideelle Unterstützung, die ihre Arbeit vom leider vor kurzem verstorbenen Pfarrer Florian A. Buchmayr und von Frau Regierungsrat Alja Payer vom Andreas-Petrus-Werk in Salzburg erfahren hat.

Wien, im Juli 2001

Viktor Schilowsky

Johann Krammer

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