Synaxis (Festtag)

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Synaxis der Theotokos
Synaxis von Johannes dem Täufer
Synaxis der Siebzig Apostel
Synaxis der drei Großen Hierarchen

In den christlichen Ostkirchen (den Orthodoxen Kirchen und den östlichen Katholischen Kirchen, die dem Byzantinischen Ritus folgen) ist die Synaxis (griechisch: Σύναξις; slawisch: Собор, Sobor; Plural: Synaxes) eine Versammlung zu liturgischen Zwecken, meist zur Feier der Vesper, der Orthros, der Stundengebete oder der Göttlichen Liturgie.

In Konstantinopel kamen Klerus und Gläubige oft an bestimmten Festtagen in einer Kirche zusammen, die dem jeweils an diesem Tag gefeierten Heiligen gewidmet war. Diese Zusammenkünfte wurden Synaxes genannt und hatten speziell für sie geschriebene Gottesdienste. Eine Synaxis findet oft am Tag nach einem großen Festtag zu Ehren der Heiligen, die an dem betreffenden Ereignis teilhatten, statt. Zum Beispiel wird der Gottesdienst zum Fest der Theophanie (Offenbarung der Dreiheit und Taufe Jesu im Jordan)in der Hagia Sophia abgehalten, und am nächsten Tag findet eine Synaxis zu Ehren von Johannes dem Täufer in der ihm geweihten Kirche statt. Mit der Zeit kamen die Synaxes allgemein in Gebrauch und werden heutzutage in allen Kirchen gefeiert.

“Synaxis” kann aber auch das gleichzeitige Gedenken an mehrere Heilige in einem einzigen Gottesdienst bezeichnen, so wie die “Synaxis der Siebzig Apostel”. Jeder dieser Heiligen mag zwar seinen eigenen Festtag haben; aber allen gemeinsam wird bei ihrer Synaxis gedacht. Die meisten Synaxes sind feste Feiertage und werden also jedes Jahr am selben Kalendertag begangen; einige sind aber auch beweglich und finden am Sonntag nach einem bestimmten Datum statt oder richten sich nach dem Ostertermin.

Der Ritus von Konstantinopel umfasst folgende Synaxes (nach dem julianischen Kalender):

Es gibt auch Synaxes mit lokaler Verbreitung: