Parthenios von Agapia Veche

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Gedächtnis: 21. Juli

Ikone der ehrwürdigen Väter Parthenios und Rafael von Agapia Veche

Der heilige und wundertätige Vater Parthenios (rumän. Partenie), ein würdiger Nachfolger der Einsiedler aus den Bergen von Agapia, lebte im 17. Jahrhundert an diesen Orten. Der heilige Hierarch Dosoftei, Metropolit der Moldau, der viele Mönche von hohem geistlichem Leben kannte, zählt den ehrwürdigen Parthenios zu den rumänischen Heiligen, deren Leben und Wandel er selbst miterlebt hat.

Als Schüler des Abtes Euphrosyn, des Gründers des Klosters in der „Livada Părinților“ („Obstgarten der Väter“), empfing Parthenios aus dessen Händen die Tonsur und das Große Mönchsgewand (Schema). Wie lange er im gemeinschaftlichen Klosterleben verbrachte und wie viele Jahre er als Einsiedler lebte, ist nicht bekannt. Die Überlieferung berichtet, dass er sich nach dem Vorbild der alten Väter auf den Berg Scaunele zurückzog.

Ihre Lebensweise war folgende: Tagsüber beteten sie in der Einsamkeit, besonders mit dem Psalter, den sie auswendig kannten. Nach Sonnenuntergang nahmen sie nur wenig Brot und gekochtes Gemüse zu sich. Die ganze Nacht hindurch verharrten sie im Gebet des Herzens (dem Jesusgebet), während sie zugleich mit ihren Händen Körbe flochten. Nur wenn sie von der Müdigkeit überwältigt wurden, ruhten sie für kurze Zeit auf einfachen Sitzbänken, die zwischen den Stämmen der Tannen errichtet waren. Diese Askese setzten sie ohne Unterbrechung bis zum Morgengrauen fort. Die Jünger brachten die Körbe auf den Markt, verkauften sie und kauften mit dem Erlös Nahrung und alles, was für das Leben in der Einsiedelei notwendig war. Von diesen Sitzbänken („scaune“) erhielten der Berg und die Lichtung ihren Namen.

Als Abt Euphrosyn ihm erlaubte, sich in die Stille zurückzuziehen, bestieg Parthenios diesen Berg der Seligen wie einen neuen Tabor. Nachdem er die Süße der göttlichen Gnade gekostet hatte, sehnte sich sein Geist nach den Gütern, die die Wüste hervorbringt. Dort verschloss er die Tore seiner Sinne mit den Geboten Gottes wie mit festen Riegeln und sprach im verborgenen Gebet mit dem Herrn des Alls. Seine Mühen waren ihm zur Freude geworden. Wer vermag seine maßlosen Anstrengungen, seine nächtlichen Gebetswachen unter Tränen, seinen Kampf gegen die Gedanken und gegen die Geister der Verführung zu beschreiben? Durch das geduldige Ertragen der Entbehrungen der Wüste und die Abtötung des Leibes wurde er den Engeln ähnlich und würdig, unter den körperlosen Mächten seine Wohnung zu haben.

Dieser gottbegnadete Mann wird zu den Äbten von Agapia gezählt. Viele Mönche und Einsiedler fanden durch sein Gebet und seine sanfte geistliche Führung das Heil. Er war erleuchtet und von großer Weisheit erfüllt. Aus Liebe zur Heiligen Schrift und zu den Schriften der heiligen Väter sorgte er dafür, dass die Brüder seines Klosters dieser unschätzbaren geistlichen Schätze nicht entbehrten – in einer Zeit, in der solche Bücher nur mit großer Mühe und hohen Kosten zu beschaffen waren.

Er besaß die Gabe der Heilung und hatte großes Vertrauen im Gebet vor Gott. Nach der Überlieferung trieb er auch Dämonen aus Besessenen aus. Wegen seines heiligen Lebens wurde er seit jeher von den Mönchen und den Gläubigen verehrt.

Ein Zeugnis seines heiligen und wunderbaren Lebens ist auch die Tatsache, dass sein Leib nach seinem Tod (1660), als er gemäß altem Brauch ausgegraben wurde, unverwest aufgefunden wurde. Es heißt, an seinem Grab hätten sich Wunder ereignet. Mit tiefer Ehrfurcht und Hoffnung kamen Mönche und Gläubige von überall her, um seine heiligen Reliquien zu verehren. Die Reliquien des ehrwürdigen Parthenios wurden später möglicherweise zusammen mit denen des ehrwürdigen Raphael verborgen. Diese beiden großen Leuchten des Mönchtums vervollständigen die Reihe jener Väter vergangener Zeiten, die sich durch große asketische Kämpfe im „Kloster Agapia“ und seiner Umgebung geheiligt haben.

Im März 2008 wurde durch den Heiligen Synod der Rumänisch Orthodoxen Kirche seine Verherrlichung beschlossen und am 5. Juni 2008 im Kloster Neamt feierlich vollzogen.

Gebete

Troparion (5. Ton)

Nachfolger und Erfüller des Evangeliums Christi, ehrwürdige Väter Parthenios und Rafail, erleuchtete Einsiedler des Moldaugebirges, durch Fasten und Gebet habt ihr euch bemüht, habt ihr von Gott die Flügel eurer Seelen erhalten. Dafür bitten wir euch, uns, die wir mit Liebe euer Gedenken feiern, Barmherzigkeit und Gnade von Christus zu senden!

Kondakion (8. Ton)

Übersetzung folgt ...