Iosif, Patriarch von Moskau und ganz Russland

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Patriarch Iosif (russ.: Иосиф; † 15. April 1652) war der fünfte Patriarch von Moskau und ganz Russland, der nach einer ungewöhnlich langen Sedisvakanz von eineinhalb Jahren gewählt wurde.

Sein früherer Lebensweg ist unsicher. Vor der Wahl war er Archimandrit des Simon-Klosters. Der Patriarch wurde damals zum ersten Mal aus einer Liste gewählt, die Zar Michael I. (Michail Fjodorowitsch Romanow) in Abstimmung mit dem Bischofskonzil zusammengestellt hatte. Die Wahl fand am 20. März 1642 in Moskau statt. Iosif kam am 27. März ins Amt und trug den Titel „Herr“ (nicht „Herrscher“ wie sein Vorgänger Phiilaret).

Iosif verfolgte eine eher konservative Politik. Als der dänische Fürst Waldemar Christian 1644 in Moskau eintraf, versuchte Joseph ihn zur Orthodoxie zu bekehren, da Waldemar sich mit der Zarentochter Irina Romanowa verheiraten wollte. Als dieser sich weigerte, eröffnete Joseph am 2. Juni 1644 ein Disput, in der es eigentlich nur um das wahre Christentum gehen sollte, wobei die orthodoxen Gelehrten sich aber mit ihrer Auffassung nicht durchsetzen konnten.1650 eröffnete Iosif ein weiteres Disput über griechische und russische Orthodoxie mit Paisios I., dem Patriarchen von Jerusalem.