Hilarion, Bischof von Meglin in Bulgarien

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Gedenktag: 21. Oktober

Die Überführung der Reliquien des Heiligen Hilarion, Bischof von Meglin, in die bulgarische Stadt Trnovo erfolgte im Jahre 1206. Vorher ruhten die Gebeine des Heiligen in der Stadt Meglin.

Der hl. Hilarion genoss eine christliche Erziehung und trat mit 18 Jahren ins Kloster ein. Aufgrund seines tugendsamen und strengen Lebenswandels wurde er zum Hegumen des Klosters gewählt. Er war sehr besorgt um die Erlösung der mönchischen Seelen. Unermüdlich ermahnte er seine Schützlinge, keine Zeit zu vergeuden, sondern sich auf die Erlösung vorzubereiten. Besonders nachdrücklich bekämpfte er die Trunkenheit im Kloster.

Im Jahr 1134, als die Ketzerei der Bogumilen sich in Bulgarien ausbreitete, wurde er Bischof von Meglin. Die Anhänger der ketzerischen Lehre glaubten, dass „Gut und Böse sich als unabhängige Prinzipien“ bestünden und sich daraus „ein Widerstreit zwischen beiden ergebe.“ Der hl. Hilarion kämpfte unablässig mit apostolischem Eifer und inbrünstigem Gebet gegen die Bogumilen. Fortwährend entlarvte er ihre Häresie und ihre scheinheilige falsche Frömmigkeit. Um ihre ketzerische Lehre zu widerlegen, sprach der hl. Hilarion:

Ihr seid gar keine Christen, denn ihr lehnt das Kreuz Christi des Erlösers ab. Ihr erkennt den Einen Gott nicht an, und ihr verleumdet die Lehren des von den Christen verehrten Alten Testaments. Ihr verführt die Leute durch scheinheilige Demut, obwohl ihr voller Hochmut seid. Wahre Frömmigkeit ist denen nicht möglich, die die Verderbtheit ihres eigenen Herzens nicht erkennen, sondern nur denen, die im Gebet und demütig um Gottes Gnade bitten. Böse Gedanken, Neid, Eitelkeit, Gier und Lügen sind nicht die Taten irgendeines Bösen im Menschen, dass durch bloßes Fasten besiegt werden könnte. Diese Laster sind die Frucht der Selbstliebe und müssen durch spirituelle Anstrengungen ausgerottet werden.

Dank der Mahnungen des Heiligen gaben viele der Ketzer ihre falsche Lehre auf und kehrten zur heiligen Kirche zurück. Der hl. Hilarion bekämpfte auch die Häresie des armenischen Monophysitismus, der nur die göttliche Natur Christi anerkannte, in Bulgarien mit Erfolg. 1164 entschlief der Heilige im Herrn.