Diuma, Erleuchter und erster Bischof von Mercia

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Der hl. Diuma als Bischof, Glasfenster in der St.-Wystan-Kirche in Repton, Derbyshire.

Gedächtnis: 7. Dezember

Der heilige Diuma (auch Dímma) war ein irischer Mönch, Priester und Glaubensverkünder des 7. Jahrhunderts. Über seine Jugend und sein frühes monastisches Leben sind keine näheren Nachrichten überliefert. Seine irische Herkunft ist jedoch bereits durch Beda Venerabilis bezeugt, der ihn ausdrücklich von seinen englischen Missionsgefährten unterscheidet. Diuma gehörte jener iro-schottischen missionarischen Tradition an, die von Iona und Lindisfarne aus einen entscheidenden Anteil an der Christianisierung der angelsächsischen Reiche hatte.

Sein missionarisches Wirken in Mercia begann im Zusammenhang mit der Bekehrung Peadas, eines Sohnes des noch heidnischen Königs Penda von Mercia. Peada, der über die Mittelangeln herrschte, kam an den Hof König Oswiu von Northumbrien und hörte dort die Verkündigung des christlichen Glaubens. Er nahm den christlichen Glauben an und wurde durch den heiligen Bischof Finan von Lindisfarne, zusammen mit den Adeligen und Gefolgsleuten, die ihn begleiteten, getauft.

Als Peada in sein Herrschaftsgebiet zurückkehrte, wurden ihm vier Priester mitgegeben, die sein Volk im christlichen Glauben unterweisen und taufen sollten: Diuma, der heilige Cedd sowie Adda und Betti. Der ehrwürdige Beda hebt hervor, dass diese Männer wegen ihrer Gelehrsamkeit und ihres vorbildlichen Lebens für diese Missionsaufgabe ausgewählt worden waren. Von den vier Missionaren war Diuma Ire, während seine drei Gefährten Engländer waren.

Die Mission unter den Mittelangeln erwies sich als überaus fruchtbar. Die Priester verkündeten das Evangelium und fanden bei der Bevölkerung bereitwilliges Gehör. Nach dem Zeugnis Bedas entsagten sowohl Angehörige des Adels als auch Menschen aus dem einfachen Volk dem Götzendienst und empfingen die heilige Taufe. Selbst König Penda, der am heidnischen Glauben festhielt, hinderte die christlichen Missionare nicht daran, unter seinem Volk zu predigen, sofern die Menschen bereit waren, ihre Verkündigung anzunehmen.

Nach dem Tod Pendas in der Schlacht am Winwæd im Jahre 655 gelangte Mercia zeitweilig unter die Herrschaft König Oswiu. In dieser Zeit wurde Diuma vom heiligen Finan von Lindisfarne zum Bischof geweiht und erhielt die Hirtensorge über die Mercier und die Mittelangeln. Da es in der noch jungen Kirche dieser Gebiete nur wenige Priester und kirchliche Amtsträger gab, wurden beide Völker einem einzigen Bischof anvertraut. Diuma wurde damit zum ersten Bischof der Mercier und Mittelangeln und setzte als Hierarch jenes missionarische Werk fort, das er zuvor als Priester begonnen hatte.

Sein bischöfliches Wirken dauerte nur kurze Zeit, war jedoch außerordentlich fruchtbar. Beda berichtet ausdrücklich, dass Diuma in kurzer Zeit viele Menschen für den Herrn gewann. Sein Episkopat gehörte damit zu jener entscheidenden ersten Phase, in der der christliche Glaube unter den Merciern und Mittelangeln dauerhaft Fuß fasste und sich aus der anfänglichen Missionsarbeit allmählich ein geordnetes kirchliches Leben entwickelte.

Der heilige Diuma entschlief um das Jahr 658 im Gebiet der Mittelangeln an einem Ort, den Beda Infeppingum nennt. Die genaue Lage dieses Ortes lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit bestimmen. Spätere Überlieferungen und Forschungen brachten ihn mit verschiedenen Orten in den englischen Midlands in Verbindung, doch ist keine dieser Identifizierungen zweifelsfrei erwiesen.

Eine alte angelsächsische Überlieferung verbindet die Reliquien des heiligen Diuma mit Charlbury im heutigen Oxfordshire. Eine im 11. Jahrhundert überlieferte Aufzeichnung über die Ruhestätten englischer Heiliger nennt dort die Gebeine eines heiligen Dioma, der mit Diuma identifiziert wird. Ob und unter welchen Umständen seine Reliquien dorthin übertragen wurden, ist nicht überliefert.

Nach dem Entschlafen Diumas folgte ihm der ebenfalls aus Irland stammende heilige Ceollach als Bischof der Mercier und Mittelangeln. Dieser führte das von Diuma begonnene Werk weiter, bevor er sein Bischofsamt niederlegte und nach Iona zurückkehrte. Diuma stand somit am Beginn jener Reihe von Missionsbischöfen, durch deren Wirken das kirchliche Leben in Mercia gefestigt wurde und aus der später unter dem heiligen Ceadda die dauerhafte bischöfliche Tradition von Lichfield hervorging.

Die Orthodoxe Kirche verehrt den heiligen Diuma als einen der frühen irischen Glaubensverkünder unter den angelsächsischen Völkern und als ersten Bischof und Erleuchter von Mercia. Obwohl nur wenige Einzelheiten seines Lebens überliefert sind, fasste bereits der ehrwürdige Beda die Frucht seines Wirkens mit den Worten zusammen, dass er in kurzer Zeit viele Menschen für den Herrn gewann.

Quellen: Beda Venerabilis, Historia ecclesiastica gentis Anglorum, Buch III, Kapitel 21; Rumänisch-Orthodoxe Erzdiözese von Großbritannien und Nordirland, Saint Diuma, Enlightener of Mercia

Gebete

Troparion (4. Ton, allgemein für Hierarchen)

Als Richtschnur des Glaubens und Bild der Sanftmut, als Lehrer der Enthaltsamkeit erwies dich deiner Herde die Wahrheit deiner Werke. Darum hast du durch Demut die Höhe und durch Armut den Reichtum erlangt. Heiliger Vater Diuma, bitte Christus, unseren Gott, dass unsere Seelen errettet werden.

Kondakion (8. Ton, allgemein für Hierarchen)

Göttlicher Donner, geistliche Posaune, Pflanzer des Glaubens und Überwinder der Häresien, großer Diener der Heiligen Dreiheit, ehrwürdiger Vater Diuma, der du mit den Engeln vor Gott stehst, bitte Ihn allezeit für uns alle.