Thekla, Protomartyrerin und Apostelgleiche

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Gedächtnis: 24. September

Die heilige Thekla stammte aus Ikonien und soll der Überlieferung nach die schöne Tochter reicher Eltern und hochgebildet gewesen sein. Sie gilt als Schülerin des heiligen Apostels Paulus. Im Hause des Aniseferus in ihrer Heimatstadt hörte sie ihn predigen, bekehrte sich und wurde von ihm getauft. Gegen den elterlichen Wunsch verweigerte sie ihrem Verlobten nun die Ehe, worauf dieser und ihre eigene Mutter sie dem Christen verfolgenden Statthalter anzeigten.Sie wurde zum Feuertod verurteilt, aber ein Regen löschte die Flammen und ließ alle Umstehenden fliehen. Sie folgte dem gegeißelt aus der Stadt vertriebenen heiligen Apostel Paulus nach Antiochia. Hier wurde die Heilige wieder angezeigt und wilden Tieren vorgeworfen. Doch die Löwen legten sich ihr zu Füßen, und Thekla wurde freigelassen. Nochmals brach Thekla zur Nachfolge des heiligen Paulus nach Selevkia auf, wo sie fromme Jungfrauen um sich sammelte und jahrelang selbst predigte. Nach der kirchlichen Tradition gilt Thekla als Erstmärtyrerin, obwohl sie der Überlieferung nach eines natürlichen Todes im Alter von 91 Jahren starb. Schon Tertullian berichtete um 200 von der heiligen Thekla.

Gebete

Troparion (3. Ton)

Durch die Verkündigung der göttlichen Lehre von der Sehnsucht nach deinem Schöpfer entzündet, hast du allem aus Irdischem Entfließenden entsagt; und dich selbst schenktest du Gott als heilige, gute Gabe und hast dafür Strafen auf dich genommen: Ruhmreiche Thekla, Reisegefährtin des göttlichen Paulus, bitte deinen Bräutigam Christus, uns das große Erbarmen zu schenken.

Troparion (4. Ton)

Die Worte des Paulus hast du gelernt, gottvermählte Thekla, / wurdest im Glauben von Petrus gestärkt, Gottberufene, / und bist so als Erstmärtyrerin und Erstkämpferin unter den Frauen erschienen. / Auf den Scheiterhaufen bist du gestiegen, wie zu einem schönblühenden Ort; / wilde Tiere und Stiere erschraken vor dir, / da du dich mit dem Kreuz bewaffnet hattest. / Deshalb, du Allgerühmte, / lege Fürbitte ein bei Christus Gott, // dass errettet werden unsere Seelen.

Kondakion (8. Ton)

Du erstrahltest in der Schönheit der Jungfräulichkeit und wurdest mit dem Kranz des Martyriums geschmückt. / Mit dem Apostelamt, Jungfrau, wurdest du als Herrliche betraut; / die Flamme des Feuers hast du in Tau verwandelt // und den Zorn des Stieres durch dein Gebet besänftigt als Erstkämpferin.

Kondakion (2. Ton)

Verwundet hast du dein Herz, gute Jungfrau, mit der Liebe zu Christus / und hast so den zeitlichen Bewerber als Verschmähten zurückgewiesen; / gegen das Feuer fasstest du Mut, die Mäuler der wilden Tiere hast du verschlossen, / und von ihnen errettet, suchtest du eifrig Paulus, // o Thekla, du Erstkämpferin.

Weiterführende Informationen
Minäon
OrthodoxWiki
Heiligenlexikon