Rut

Aus Orthpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche

Orthodoxes Glaubensbuch - Das Buch Rut

Inhaltlich ist dieses Buch mit dem Buch der Richter verbunden. Der Zeitpunkt seines Entstehens ist nicht genau bekannt. Es ist ein erbauliches Buch. Sein Hauptziel ist es zu zeigen, wie die Hoffnung auf Gott belohnt wird, dessen Barmherzigkeit sich nicht nur auf das von Ihm erwählte Volk erstreckt, sondern auch auf die Nichtisraelitin Rut. Dieses Buch stellt das Leben der Israeliten zur Zeit der Richter dar. In ihm wird die berührende Geschichte einer Moabiterin erzählt, die sich dem auserwählten Volke anschloss, die Urgroßmutter Davids wurde und somit auch zum Stammbaum Christi, des Sohnes Davids, gehört.

Die junge Witwe Rut, die ihre Schwiegermutter nicht verlassen will, sammelt Ähren auf dem Feld eines reichen Verwandten ihres verstorbenen Mannes. Ihre Treue und ihr gutes Herz nehmen Boas für sie ein, der das Grundstück ihres Mannes auslöst und sie heiratet.

Das Buch Rut lehrt uns, dass die Zugehörigkeit zum Reich Gottes nicht von der Herkunft und äußeren Vorzügen abhängt, sondern allein von der Treue zu Gott und der Liebe zum Nächsten.

Die Fremde wird nicht nur eine Vorfahrin des Königs David, sondern durch ihn auch des Erlösers. Der Apostel und Evangelist Matthäus, der den Stammbaum Jesu Christi nach der männlichen Linie aufzeichnet, findet das so wichtig, dass er den Namen Ruts in die Aufzählung der Ahnen Jesu Christi aufnimmt.


Orthodoxes Glaubensbuch

Vorheriges Kapitel ( Das Buch der Richter )

Inhaltsverzeichnis & Copyright

Nächstes Kapitel ( Die Bücher der Könige )