Maximus und Gefährten

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Die Maximuskapelle in den Salzburger Katakomben
Schild in der Maximuskapelle über die Martyrerlegende in den Katakomben des Petersfriedhofes in Salzburg

Gedächtnis: 8. Januar

Der heilige Maximus war Priester zu Salzburg und lebte zur Zeit des heiligen Severin von Noricum im 5. Jahrhundert, aus dessen Lebensbeschreibung wir von ihm wissen. Der heilige Severin wirkte damals unter der christlichen Bevölkerung Noricums und warnte wiederholt vor den Einfällen der germanischen Stämme, welche die römischen Siedlungen bedrohten.

Eugippius berichtet in seiner Lebensbeschreibung des heiligen Severin von einem heiligen Priester namens Maximianus, der an einem Ioviacum genannten Ort wirkte. Als der heilige Severin durch göttliche Offenbarung von einem bevorstehenden Überfall erfahren hatte, sandte er einen Boten dorthin und ließ die Bewohner dringend auffordern, den Ort zu verlassen. Besonders sollte der Priester Maximianus gewarnt werden. Die Warnung wurde jedoch nicht befolgt. Noch in derselben Nacht fielen die Heruler ein, verwüsteten die Siedlung, führten zahlreiche Bewohner in die Gefangenschaft und töteten den Priester.

Die Salzburger Überlieferung verbindet dieses Martyrium mit dem heiligen Maximus und seinen Gefährten in Iuvavum, dem heutigen Salzburg. Um das Jahr 477 wurde die Stadt von den Herulern heimgesucht, wobei der heilige Maximus und seine Gefährten das Martyrium erlitten. Nach der Überlieferung hatten sie in den Höhlen des Mönchsberges oberhalb des heutigen Petersfriedhofes Zuflucht gesucht. Dort befindet sich die dem heiligen Maximus geweihte Maximuskapelle, die bereits im 12. Jahrhundert bezeugt ist und bis heute von seiner Verehrung in Salzburg zeugt.

In der Maximuskapelle befindet sich eine lateinische Gedenktafel, die berichtet, dass im Jahre 477, als Odoaker und die mit ihm verbundenen Völker gegen die Kirche Gottes wüteten, der selige Maximus und seine fünfzig Gefährten, die sich in dieser Höhle verborgen hielten, wegen ihres Bekenntnisses zum Glauben niedergemetzelt und hinabgestürzt wurden. Anschließend sei auch die Provinz Noricum mit Feuer und Schwert verwüstet worden.

Quellen: Eugippius, Vita sancti Severini, Kap. 24; Erzabtei St. Peter in Salzburg, Petersfriedhof und Katakomben