Mamas von Caesarea in Kappadokien

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Gedächtnis: 2. September

Der hl. Mamas war nach den Berichten von Basilius dem Großen und Gregor von Nazianz Hirte. Er soll als 15-jähriger unter Kaiser Aurelian im Jahre 275 das Martyrium erlitten haben. Als Ort seines Martyriums gilt Cäsarea in Kappadokien, das heutige Kaysari in der Türkei.

Der hl. Märtyrer Mamas wurde als Kind angesehener christlicher Eltern namens Theodotus und Rufina in Paphlagonia geboren. Seine Eltern wurden um des Namens Christi willen ins Gefängnis geworfen. Zuerst starb sein Vater im Kerker, und kurz nachdem Rufina Mamas geboren hatte, starb sie ebenfalls. So blieb das neugeborene Kind allein zwischen den Leibern seiner toten Eltern. Gott aber in Seiner Vorsehung schickte einen Engel zu einer adligen Witwe namens Ammia. Ammia sah den Engel in einem Traum; er sagte ihr, sie solle in das Gefängnis gehen und das Kind zu sich nehmen. Der örtliche Statthalter gewährte Ammia die Erlaubnis, die Toten zu bestatten und das Kind zu sich nach Hause zu nehmen. Als Mamas sein fünftes Lebensjahr erreichte, begann er zu sprechen, und sein erstes Wort war „Mama!“ Deshalb erhielt er den Namen „Mámas“. In der Schule bewies Mamas ungewöhnliche Intelligenz, und da er im christlichen Geist aufgewachsen war, verbarg er seinen Glauben nicht, sondern bekannte ihn vor den anderen Kindern und verspottete die Götzen. Während der Herrschaft des Kaisers Aurelian fand eine grausame Christenverfolgung statt. Die Heiden verschonten nicht einmal die christlichen Kinder. Mamas war fünfzehn Jahre alt, als er vor den Kaiser gebracht wurde. Der Kaiser sagte zu ihm, er müsse Christus nur in Worten verleugnen. Mamas erwiderte: „Weder in meinem Herzen noch mit meinen Lippen werde ich meinen Gott und König Jesus Christus verleugnen.“ Der Kaiser befahl, ihn zu schlagen, mit Fackeln zu verbrennen und schließlich ins Meer zu werfen. Doch ein Engel Gottes rettete ihn und brachte ihn auf einen Berg in der Nähe von Cäsarea. Dort lebte er in Einsamkeit und Gebet. Sogar die wilden Tiere wurden durch seine Heiligkeit gezähmt. Er wurde von seinen Verfolgern entdeckt und erneut den Martern unterworfen. Nachdem er durch Feuer und wilde Tiere unversehrt geblieben war, wurde der hl. Mamas von einem heidnischen Priester mit einem Dreizack durchbohrt. So übergab er Gott seine heilige Seele, Dem er inmitten all seiner Foltern treu geblieben war. Von seinen Reliquien gingen viele Heilungen aus. (aus dem Prolog von Ohrid)

Gebete

Troparion (3. Ton)

Heiliger Nachkomme von Märtyrern, eifrig folgtest du ihren Spuren: den Namen des Erlösers predigend, wardst du im Kampfe vollendet. Weiser und glorreicher Mamas, bete zu Christus, unserem Gott, Er möge uns erretten.

Kondakion (3. Ton)

Mit dem Stabe, den dir Gott geschenkt hat, weide, o Heiliger, auf lebenbringenden Auen dein Volk. Alle unsichtbaren und lichtscheuen Raubtiere aber unterwirf denen, die dich besingen. Allen Gefährdeten bist du, o heiliger Mámas, ein geneigter Beschützer.