Magdalena von Mălainița

Gedächtnis: 15. Oktober
Die heilige Magdalena wurde am 22. November 1895 im Dorf Șciubic im serbischen Banat unweit der heutigen Grenze zu Rumänien geboren, einer Region, in der seit jeher rumänische Gemeinschaften leben. Ihr Vater, Milenko Ilić, war serbischer Abstammung, und ihre Mutter, Milca, war Rumänin und stammte aus der alten Familie Cătălinici aus Siebenbürgen. Bei ihrer Taufe erhielt sie den Namen Magdalena (Măndălina) als Zeichen der göttlichen Berufung zu einem Leben in Demut und Dienstbarkeit und zeigte schon in früher Kindheit eine Vorliebe für das Gebet und die Kirche.
Von Gott mit der Gabe der Weisheit und des unerschütterlichen Glaubens ausgestattet, wurde Magdalena zunächst zum Schulbesuch geschickt, was für Mädchen zu dieser Zeit ungewöhnlich war. Als sie 19 Jahre alt war, heiratete sie Miloș aus dem Dorf Mălainița. Doch Gott ließ zu, dass dieser im Ersten Weltkrieg starb und sie mit einem kleinen Kind als Witwe zurückließ. Magdalena durchstand diese Prüfung mit unerschütterlichem Glauben und vertraute auf Gott, indem sie in den schweren Momenten ihres Lebens oft sagte: „Gott sieht alles“.
Es folgten die schweren Jahre der bulgarischen Besatzung (1915-1918), in denen Priester verhaftet und getötet wurden und die Kirche in Șciubic ohne Seelsorger blieb. Von Natur aus fromm und mit guten Kenntnissen der Glaubenslehre stellte sie sich in den Dienst der Kirche, verkündete allen das Wort Gottes und hielt so die Flamme des Glaubens am Leben. In diesen unruhigen Zeiten, in denen viele Menschen aufgrund der Unverständlichkeit der Sprache, in der die Gottesdienste abgehalten wurden, auf Zauberei zurückgriffen, kämpfte Magdalena mit aller Kraft darum, die Menschen zu Gott zurückzuführen und die dämonischen Praktiken der Zauberei zu verwerfen. Da sie die rumänische und serbische Sprache gut beherrschte, wurde sie von Gott auserwählt, um eine heilige Verbindung zwischen den Völkern und für die Gläubigen eine spirituelle Erleichterung zu sein. Und man konnte diese glückliche Frau sehen, wie sie unermüdlich durch Frost, Sturm oder Hitze 5 Kilometer zu Fuß zurücklegte, um bei den heiligen Gottesdiensten zu lesen und zu singen, mit besonderer Demut und Begeisterung für das Geistliche.
Sie lebte wie eine Nonne in der Welt und erwies sich durch Fasten und Gebet als siegreich in den Prüfungen, die sie durchlief, und wurde barmherzig, sanftmütig und voller Güte. Das große Leid der Menschen veranlasste Magdalena, ständig für die Armen und Leidenden zu beten, ihnen zu helfen, so gut sie konnte, sie zur Einhaltung der Gebote der Kirche im Geiste der Gebote des Herrn anzuleiten, ihnen beizubringen, wie man betet, wie sie die Fastenzeiten im Laufe des Jahres einhalten und wie sie die Feiertage mit geistlicher Vorbereitung begehen sollten.

Sie führte ein einsames Leben im Gebet, hütete Schafherden und las die Heilige Schrift. Gott und den Menschen wohlgefällig, ging sie am 15. Oktober 1962 (2. Oktober nach altem Kalender) friedlich in die himmlischen Gefilde ein. Als sie im Herrn entschlief, strahlte ihr Gesicht von einem überirdischen Licht, wodurch sich die Herrlichkeit zeigte, die sie vor Gott für ihr reines Leben verdient hatte.
An der Stelle, an der die Heilige Magdalena gelebt hatte, wurde später das Kloster Mălainița errichtet, in dessen Kirche die Reliquien der Heiligen aufbewahrt werden. Sie erwies sich im Laufe der Zeit als große Wundertäterin, und Scharen von gläubigen Rumänen und Serben verehren ihre ehrwürdigen Reliquien und beten um ihre Fürsprache.
Am 1. Juli 2025 wurde Magdalena gemeinsam mit anderen heiligen Frauen durch den Heiligen Synod der Rumänisch-Orthodoxen Kirche verherrlicht. Die allgemeine Proklamation der Verherrlichung wurde am 6. Februar 2026 in der Patriarchalkathedrale in Bukarest vollzogen.
Gebete
Troparion (4. Ton)
Die heilige Magdalena lasst uns mit Eifer ehren als neue Zierde des Timoktales, denn indem sie die Werke des Glaubens wirkte, hat sie dadurch die Gemeinschaft der Orthodoxen gestärkt und alle Unwissenheit aus dem Volk zerstreut; und nun schenkt sie auch uns durch ihre heiligen Reliquien Heilungen von allerlei Krankheiten, durch die Gnade des Herrn.
Kondakion (3. Ton)
Den Herrn, der in Seinen Geboten verborgen ist, begehrend Ihm zu folgen, selige Magdalena, hast du dem gläubigen Volk die lebensspendenden Worte des Evangeliums verkündet; und einmütig hast du alle in Christus geeint; und nun betest du in den Himmeln unablässig für das Heil unserer Seelen.
aus dem Rumänischen übersetzt