Leontios von Dionisiou

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Gedenktag: 18. Juni

Der heilige Leontios von Dionisiou war griechischer Herkunft aus dem fünftausendjährigen Argos im nordöstlichen Peloponnes. Er wurde 1495 geboren, also schon unter der Herrschaft der Türken, welche 1463 die Stadt mit der wichtigsten peloponesischen Festung Larissa erobert hatten. Damit konnte sich die Heimatstadt des Heiligen immerhin zehn Jahre länger halten als Konstantinopel selbst.

Im Jahre 1520 trat er in das Kloster Dionisiou auf dem heiligen Berg Athos ein und wurde Mönch. Dort führte er ein asketisches Leben, allezeit damit beschäftigt, seine Seele zu Gott zu erheben. Dadurch wurde er von Gott mit den Charismen der Unterscheidung, der Hellsichtigkeit und der Prophetie begnadet.

Der Heilige verließ erst wieder das Kloster, als man ihn 60 Jahre später nach seiner Entschlafung im Jahre 1580 zu seiner Beerdigung hinaustrug. Nach seinem Tod entströmte seinen Reliquien duftendes Myron, weswegen er den Ehrennamen Leontios der Myroblyt (der Myronspender) erhielt. Andere Ehrennamen sind Leontios der Seher, Leontios der Hellsichtige und Leontios der Scharfsinnige.

Literatur

  • Das Synaxarion - die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche. In 2 Bänden. Gestützt auf die 6-bändige Ausgabe des Hl. Klosters Simonos Petra. Zweiter Band. März bis August. Kloster des Hl. Johannes des Vorläufers, Chania (Kreta) 2006, ISBN 960-88698-0-3, S. 469.
  • Nikolaj Velimirović: Der Prolog von Ochrid. Verlag Johannes A. Wolf, Apelern 2009, ISBN 978-3-937912-04-2, S. 394.