Kyrill (Cvjetkovic) von Bezdin und Dalmatien

Gedächtnis: 29. September
Der heilige Kirilo Cvjetković wurde im Jahre 1791 in Baosići bei Herceg Novi in der Bucht von Kotor geboren. Er entstammte einer angesehenen Priesterfamilie; sein Vater war der Priester Simeon Cvjetković, sein Onkel Aleksa Cvjetković, Priester in Herceg Novi. Bei der Taufe erhielt er den Namen Konstantin.
Bereits als Jugendlicher verspürte er den Wunsch, in das Mönchsleben einzutreten. Trotz anfänglicher Bedenken seiner Familie wegen seiner schwachen Gesundheit trat er im Jahre 1805 in das Kloster Savina ein, wo er unter der geistlichen Leitung erfahrener Mönche die Grundlagen des klösterlichen Lebens erlernte. Am 20. November 1808 wurde er dort zum Mönch geschoren und erhielt den Namen Kirilo.
Seine Ausbildung setzte er im Kloster Krka fort, das zu jener Zeit ein bedeutendes Zentrum der orthodoxen Bildung in Dalmatien war. Am 24. Juli 1812 wurde er zum Diakon geweiht, am 14. Juni 1814 zum Archidiakon, und am 21. November 1815 empfing er die Priesterweihe in Šibenik. Im Jahre 1817 wurde er mit einem Synodaldekret („synđelija“) zum Protosingel (Generalvikar) der dalmatinischen Eparchie ernannt und diente zugleich als Sekretär des Bischofs Venedikt Kraljević.
In dieser Zeit bewies der heilige Kirilo großen Mut und Standhaftigkeit im Glauben. Als er erkannte, dass sein Bischof eine Union mit Rom anstrebte, widersetzte er sich diesem Vorhaben mit Festigkeit und verteidigte die Rechtgläubigkeit der Orthodoxie. Aufgrund seines unbeugsamen Eintretens für den Glauben wurde er bald Ziel von Verfolgungen. Auf Veranlassung des Bischofs und unter Druck der österreichischen Behörden wurde er 1821 verhaftet und in die Festung Ljuljevac bei Šibenik gebracht. Dort verbrachte er vier Jahre und drei Monate in schwerer Haft. Schließlich wurde er zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Erst im Jahre 1846 wurde der greise Bekenner begnadigt, jedoch unter der Bedingung, dass er den Rest seines Lebens in klösterlicher Abgeschiedenheit im Kloster Bezdin im Banat verbringe. Dort lebte er in Demut, Gebet und Schweigen und wurde für die Brüder des Klosters ein lebendiges Beispiel wahrer Geduld und geistlicher Kraft. In dieser Zeit verfasste er auch eine autobiographische Schrift, in der er seine Lebensgeschichte, Prüfungen und seinen Glauben bezeugte.
Am 28. September 1857 entschlief der heilige Kirilo friedlich im Herrn. Er wurde im Kloster Bezdin bestattet, wo sich bald Berichte über Gebetserhörungen an seinem Grab verbreiteten.
Die Verehrung des heiligen Kirilo lebte unter den Gläubigen von Dalmatien und der Bucht von Kotor fort. Der Heilige Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche nahm ihn im Jahre 2025 offiziell in das Diptychon der Heiligen auf. Seine feierliche Kanonisation wurde in der Kathedrale der Verklärung des Herrn in Temeschwar (Rumänien) vollzogen, und seine Reliquien wurden feierlich erhoben und zur Verehrung ausgestellt.
Der heilige Kirilo wird als Bekenner und Verteidiger der Orthodoxie geehrt, als jemand, der in Zeiten kirchlicher Versuchung und politischer Unterdrückung dem wahren Glauben treu blieb. Sein Leben ist ein Beispiel geduldiger Standhaftigkeit und unbeugsamer Liebe zur Wahrheit Christi.
Gebete
Troparion (8.Ton)
Heiliger Bekenner Christi Kirilo, Mönch des Klosters Savina und Protosingel von Dalmatien, um des Namens des Herrn und des orthodoxen Glaubens willen hast du Kerker und schwere Fesseln erduldet. Durch deinen Kampf und christusähnliches Opfer stärkst du in der Wahrheit alle, die dich ehren, und mit dir verherrlichen sie die Allheilige Dreieinigkeit.
Kondakion (7. Ton)
Von Jugend an erfüllt mit der Liebe Christi hast du den engelgleichen Dienst für Gott erwählt und das Kreuz des Herrn auf dich genommen. Vom Kloster Savina über das Gefängnis von Gradiška hast du es mutig bis nach Bezdin getragen und dort die ewige Ruhe erlangt in den Armen dessen, der aus der Jungfrau geboren ist, Christus, unseres Gottes.