Kopfbedeckung

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Orthodoxes Glaubensbuch - Die Kopfbedeckung

Kukol’ – eine spitze Kopfbedeckung (Schleier) der Mönche, welche die Demut ihres Geistes ausdrücken soll.

Skufija – eine kleine runde Kappe, die einer Kelchschale ähnelt. Sie ist die alltägliche Kopfbedeckung der orthodoxen Geistlichen und Mönche. Die Falten der Skufija bilden über dem Kopf das Zeichen eines Kreuzes.

Kamelauchion (kamilavka) – eine hohe zylinderförmige Kopfbedeckung, die dem Priester als Auszeichnung gegeben wird. Er trägt sie während des Gottesdienstes.

Klobuk (Mönchshut mit Schleier) – die Kopfbedeckung der Bischöfe und Mönche. Er ist die Verbindung von Kukol' und Kamelauchion. Auf ein schwarzes Kamelauchion wird ein schwarzer Schleier gelegt, dessen unterer Teil auf den Rücken herabhängt und dreigeteilt ist, was die Gnade der Dreifaltigkeit symbolisieren soll, die das Tun der Mönche leitet.

In der Russischen Orthodoxen Kirche haben die Metropoliten das Recht, einen weißen Klobuk zu tragen.

Am Klobuk der Erzbischöfe ist vorne in der Mitte ein Kreuz angebracht.

Der Patriarchenklobuk ist in der Russischen Orthodoxen Kirche ebenfalls weiß und unterscheidet sich der Form nach vom Klobuk der Metropoliten. Er ist rund und mit einem Schleier (kukol’) umspannt, der in drei Teile geteilt ist. Zwei Teile hängen über die Brust herab und der breite dritte Teil über den Rücken. An der Spitze steht ein Kreuz, an der Stirn und an den Enden der Vorderteile des Schleiers befinden sich Darstellungen von sechsflügeligen Seraphim.

Die weiße Farbe des Patriarchen- und Metropolitenklobuks bedeutet die besondere Reinheit der Gedanken und die Erleuchtung durch göttliches Licht. Die Darstellung der Seraphim auf dem Klobuk des Patriarchen soll ausdrücken, dass er als Vorsteher der Russischen Kirche den Seraphim, d. h. den Engeln, die Gott am nächsten sind, ähnlich ist.

Die Mitra ist die Kopfbedeckung der Bischöfe während des Gottesdienstes. (Heute tragen auch [infulierte] Erzpriester und Archimandriten eine Mitra, jedoch ohne Kreuz. – Anmerkung der Übersetzer.) Symbolisch bedeutet sie das Schweißtuch, welches das Gesicht des Herrn im Grab bedeckt hat (vgl. Joh 20,7).

Die heutige Mitra ist eine hohe feste Kopfbedeckung, die mit Brokat, Samt, Perlen, Steinen und Ikonen reich geschmückt ist. Beim Aufsetzen der Mitra wird folgendes Gebet gesprochen: “Mit einer Krone aus kostbaren Steinen hast Du ihn gekrönt, o Herr, Leben erbat er von Dir und Du gabst ihm die Fülle der Zeit, allezeit, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit.” Diese Worte werden auch bei der Trauung gesungen. Die Mitra ist außerdem das Sinnbild jener goldenen Kronen, mit denen die Gerechten beim Hochzeitsmahl Christi im Himmelreich gekrönt werden. Die Mitra vollendet gleichsam die Symbolik der liturgischen Gewänder, die das Sinnbild jener Hochzeitsgewänder sind, über die im Evangelium und in der Offenbarung des Johannes gesprochen wird.

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