Heiliger Archidiakon und Erstmärtyrer Stephan

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Ikone des Heiligen Archidiakons und Erstmärtyrers Stephan

Der Heilige Archidiakon und Erstmärtyrer Stephan lebte zu Zeiten Christi. Er war einer der ersten sieben Diakone der christlichen Kirche. Wegen seines Glaubens wurde er vor dem Synedrion zum Tode verurteilt womit er der erste Märtyrer für den Glauben an Christi ist, nach der Auferstehung Christi. Die orthodoxe Kirche gedenkt an ihn am 4. Januar (Synaxis der 70 Apostel), 2. August (Überführung der Gebeine), 15. September (Auffindung der Gebeine), 27. Dezember.


Leben des Heiligen Stephan

(Freie Übersetzung aus dem Prolog des Heiligen Nikolaj Velimirovic)


Der Heilige Archidiakon und Erstmärtyrer Stephan war ein Verwandter des Heiligen Apostel Paulus. Er gehörte zu der Gruppe der Juden an, die in griechischen Gebieten lebten. Stephan war der erste von sieben Diakonen, welche von den Aposteln geweiht wurden, weshalb er als Arhidiakon (Erster Diakon) bezeichnet wird. Ihre Aufgabe war es, sich um die Armen in Jerusalem zu kümmern. Mit der Kraft seines Glaubens bewirkte Stephan viele große Wunder unter den Leuten. Die verärgerten Juden streiteten sich mit ihm wurden aber jedesmal von seiner Klugheit und Kraft des Heiligen Geistes besiegt. Darauf hetzten die blamierten Juden, welche an Verleumdung und Obszönitäten gewöhnt sind, das Volk und die Ältesten gegen den Unschuldigen auf! Sie beschuldigten Stephan der Blasphemie gegen Gott und Moses vorauf sie auch schnell falsche Zeugen fanden. Daraufhin stand Stephan vorm Volke und alle sahen sein engelsgleiches Gesicht. Das bedeutet, dass er mit solch einer göttlichen Gnade erfühlt war und sein Gesicht wie einst auch von Moses schien. Dann öffnete er seinen Mund und erzählte über alle guten Taten und Wunder des Herren welche Gott in der Vergangenheit für sein Volk Israels erfüllte. Ebenso sprach er über alle Untaten dieses Volkes gegen den Herrn. Vor allem aber griff er sie wegen des Herrn Jesus Christus an und bezeichnete sie als Verräter und Henkern. Und während sie mit den Zähnen knirschten öffnete sich vor Stephans Augen der Himmel und er sah die Herrlichkeit Gottes, welches er auch seinen Richtern verkündete: "Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen!"(Apg. 7,56). Da brachten ihn die Böswilligen außerhalb der Stadt und Steinigten ihn. Unter seinen Peinigern war auch sein Verwandter Saulus, später Apostel Paulus. Zur selben Zeit standen etwas weiter entfernt auf einem Stein die Heilige Gottesmutter Maria und der Apostel Johannes und sahen den Märtyrertod ihres ersten Märtyrers zu. Während sie dem Tod dieses Märtyrers für die Wahrheit Gottes anschauten beteten sie gleichzeitig zum Herren für Stephan. Dies alles geschah ein Jahr nach der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel. Seinen Leichnamen vergrub heimlich Gamalil, ein jüdischer Fürst, Pharisäer und heimlicher Christ, auf seinem Grundstück. So ´würdevoll starb dieser Erstgeborene unter den christlichen Märtyrern und zog ins Himmelreich ein.

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