Grundlagen der Sozialdoktrin der ROK

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Als Buch

Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat auf ihrer Moskauer Bischofssynode im August 2000 erstmals in der Geschichte der Orthodoxie eine Sozialdoktrin vorgelegt. Wohl hat sich das Moskauer Patriarchat in der Vergangenheit mehrfach zu gesellschaftlichen und politischen Fragen geäußert, so etwa während der kommunistischen Herrschaft zu Friedens- und Abrüstungsfragen, doch waren kirchliche Veröffentlichungen seinerzeit von politischen Rücksichtnahmen und Einflüssen seitens des Kreml geprägt. Die Sozialdoktrin 2000 stellt demgegenüber eine in völliger kirchlicher Souveränität erlassene Lehrmeinung dar.

Behandelt werden die historisch-theologischen Grundlagen orthodoxer Sozialethik, grundsätzliche und aktuelle Fragen der gesellschaftlichen Moral, das Verhältnis der Kirche zu Staat, Nation und Politik, ferner die Gebiete Arbeit, Eigentum, weltliches Recht, Familie und Gesellschaft, Bioethik, Ökologie, Wissenschaft, Kultur und Bildung sowie Internationale Beziehungen einschließlich Fragen der Globalisierung und des Säkularismus. Mit der Sozialdoktrin will die Russisch-Orthodoxe Kirche als größte Teilkirche des Ostchristentums Leitlinien bieten für den Transformationsprozeß in Russland und in den GUS-Staaten. Zugleich soll mit der sozialen Konzeption der Dialog mit den Westkirchen und Vertretern evangelischer und katholischer Sozialethik initiiert werden. Die Edition bietet erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung des Dokuments.

Datei:Kas 1369-544-1-30.pdf

Siehe auch: Die Grundlagen der Sozialdoktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche

Quelle

http://www.kas.de/wf/de/33.1369/
Veröffentlicht mit der freundlichen Genehmigung von Prof. Dr. Rudolf Uertz