Elias von Kalamata

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Gedächtnis: 31. Januar

Der heilige Mönchs-Neumärtyrer Ilias Ardounis stammte aus Kalamata auf der Peloponnes und lebte im 17. Jahrhundert, als seine Heimat unter osmanischer Herrschaft stand. Über seine Kindheit und Jugend ist nur wenig überliefert. Als Erwachsener übte er in Kalamata das Handwerk eines Barbiers aus und genoss unter den Vorstehern und angesehenen Männern der Stadt großes Ansehen.

Zu jener Zeit litt die christliche Bevölkerung unter schweren Abgaben. Eines Tages sprach Ilias mit den Vorstehern Kalamatas über diese drückende Last und mahnte sie, sich um eine Erleichterung der den Christen auferlegten Steuern zu bemühen. Andernfalls, so sagte er, könnten manche Menschen durch ihre Not sogar dazu gebracht werden, den Glauben ihrer Väter zu verleugnen. Die Vorsteher widersprachen ihm und meinten, die Christen würden deshalb ihren Glauben nicht aufgeben. Im Verlauf des Wortwechsels ließ sich Ilias zu der leichtfertigen Äußerung hinreißen, man brauche ihm nur einen türkischen Fez zu geben, und auch er werde den Glauben wechseln. Aus dem unbedachten Wort wurde schließlich bittere Wirklichkeit: Ilias begab sich zum muslimischen Richter und verleugnete den christlichen Glauben.

Doch schon bald erwachte sein Gewissen, und als er die Schwere seines Abfalls erkannte, wurde er von tiefer Reue ergriffen. Er wollte nicht in seiner Verleugnung verharren, sondern suchte durch aufrichtige Buße die Versöhnung mit Christus. Deshalb verließ er seine Heimat und begab sich auf den Heiligen Berg Athos. Dort nahm er das Engelsgewand der Mönche an und verbrachte acht Jahre in strenger Askese, Gebet und Buße. Die Erinnerung an seine Verleugnung verließ ihn jedoch nicht. Vielmehr wuchs in ihm das Verlangen, Christus gerade dort öffentlich zu bekennen, wo er Ihn zuvor verleugnet hatte. So bereitete er sich während seiner Jahre auf dem Athos geistlich auf das Martyrium vor.

Nachdem er im monastischen Leben gefestigt worden war, kehrte Ilias nach Kalamata zurück. Dort trat er vor die osmanischen Behörden und bekannte nun offen und ohne Furcht seinen Glauben an Christus. Weder Schmeicheleien noch Drohungen vermochten ihn von seinem Bekenntnis abzubringen. Auch die Qualen, denen er unterworfen wurde, konnten seinen Entschluss nicht erschüttern. Derjenige, der einst aus menschlicher Schwäche Christus verleugnet hatte, bekannte Ihn nun mit solcher Standhaftigkeit, dass er bereit war, sein Leben für Ihn hinzugeben.

Schließlich wurde der heilige Ilias zum Tod durch Feuer verurteilt. Er wurde den Flammen übergeben und vollendete so sein Martyrium am 31. Januar, nach der überlieferten Datierung im Jahre 1686. Auf diese Weise wurde seine frühere Verleugnung durch eine vollkommene Umkehr und das Bekenntnis Christi bis zum Tod überwunden. Die Kirche verehrt in ihm deshalb in besonderer Weise ein Beispiel für die Kraft wahrer Reue: Sein Fall führte ihn nicht zur Verzweiflung, sondern durch Buße, Askese und das Martyrium zur Krone der Heiligkeit.

Die Verehrung des heiligen Ilias ist besonders mit seiner Heimatstadt Kalamata und mit Messenien verbunden. Aufgrund seines weltlichen Berufes wird er auch als Schutzheiliger der Barbiere und Friseure verehrt. Seine ehrwürdige Schädelreliquie wird im Kloster Voulkanos in Messenien aufbewahrt; weitere Reliquien des Heiligen befinden sich in der Metropolitankirche der Darstellung des Herrn in Kalamata.

Gebete

Troparion (5. Ton)

Göttlicher Spross und Zierde Kalamatas, verehrungswürdiger Märtyrer Elias, des Wunders wert, wahrhaft erwiesest du dich der höheren Herrlichkeit würdig, da du in geheiligter Weise Askese übtest und tapfer für Christus, den Retter, strittest; flehe unaufhörlich zu Ihm, Er möge Sich unserer Seelen erbarmen.

Kondakion (3. Ton)

Zuerst hast du in gottgefälliger Askese geglänzt, hernach aber für Christus im Martyrium gestritten; denn alle Verführung des Feindes hast du niedergerungen und mannhaft die Glut des Feuers ertragen; so wurdest du von Gott verherrlicht, verehrungswürdiger Märtyrer Elias, du Ruhmreicher.

aus dem Griechischen übersetzt