Benutzer:Christian/897

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Gegen Ende des 8. Jahrhunderts kommt es zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen der sorbischen mit den benachbarten fränkischen und sächsischen Stämmen; allein 30 Zusammenstöße und 14 fränkische Kriegszüge zählen die Chroniken für die Zeit zwischen 766 und 897 im sorbischen Gebiet.

Die westlichen Sorben waren zeitweise bereits dem fränkischen Großreich tributpflichtig; auch das Großmährische Reich umfasste um 890 Teile der Sorben, die aber 897 von Arnulf von Kärnten zur Huldigung gezwungen wurden.

Burchard (Graf und Markgraf von Thüringen + 909), dem nach der Absetzung des BABENBERGERS Poppo II. im Jahre 892 die Sorbische Mark übertragen worden war, wurde der Dukat über Thüringen übertragen, als Graf Konrad der Ältere, der Vater KONRADS I., sich 897 aus dem westlichen Teil des Landes nach Hessen zurückgezogen hatte.

Quelle 1: Gesandschaft der Sorben

Arnolf - RI I n. 1936b 897, ad curtem Salz

Empfang einer gesandtschaft der Sorben (vgl. no 1566a) mit geschenken, quos ut audivit, absolvit et abire permisit. Ib.

RI I n. 1936b, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_2_0_1_1_0_4229_1936b

(überbrachten den gewöhnlichen Tribut und wurden in Frieden wieder entlassen)

(Annales Fuldensis a. 897 - Geschenke, Audienz)

Salz ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt an der Saale. Salz war fränkisches Königsgut. Es wurde 741/42 als "salce" in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt (741 auch Gründung des Bistums Würzburg). Der genaue Standort der Pfalz konnte bislang nicht festgestellt werden. Der fiscus Salz war wahrscheinlich ein heimgefallenes Lehen der thüringischen Hedene (wohl um 720 von Karl martell entmachtet) - der Zehnte des fiscus ging wohl 751/752 an das Bistum. 790 bei einem Besuch Karls d. Gr. als palatium bezeichnet wohl ähnlich wie Paderborn eine Pfalz mit militärischen Pflichten (nach einem Aufstand der Thüringer 785/86 und einem Feldzug gegen Bayern 787). Thüringen konnte von hier aus in Schach gehalten werden, Salz lag auch nahe genug an der Grenze für Aufwartungen: die Verhandlung zwischen Karl d. Gr. und den Sachsen 803 vermutlich hier - wohl erst einmal mündlich (Karl regierte von hier aus Mitte Juli bis Mitte August und empfing Gesandte des byzantinischen Kaisers wie des Patriarchen von Jerusalem), Arnulf empfing hier die Gesandtschaften der Abodriten (895) und der Sorben (897). (letzter Karolingeraufenthalt zuvor: Frühjahr 878 - wohl Ostern bis über Pfingsten - von Ludwig dem Jüngeren; 840 beim Aufenthalt des kranken Ludwig des Frommen letztmalig als Pfalz bezeichnet). (Heinrich I. und Otto I. sicher nur Reiseaufenthalte bis 941)

Hierzu Quelle 6: Hilfegesuch der Böhmen

Arnolf - RI I n. 1936c 897, Radisbona urbe

Hilfegesuch der böhmischen häuptlinge (no 1909b); sie überreichen königliche geschenke und erbitten vom kaiser beistand gegen die feindlichen Mährer, von denen sie so oft aufs schwerste unterdrückt wurden; der kaiser nimmt sie huldvoll auf, gibt ihnen tröstliche zusicherungen und entlässt sie beschenkt in ihre heimat. Den ganzen herbst hält er sich in den gegenden nördlich der Donau und des Regens auf, auch mit der absicht nötigenfalls den Böhmen rasch zu hilfe kommen zu können. Ann. Fuld.

RI I n. 1936c, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_3_0_1_1_0_4230_1936c

Quelle 2: Krankheit Arnolfs

Arnolf - RI I n. 1928a 897, in Baioria

Aufenthalt an stillen orten wegen schweren siechtums. Ann. Fuld. - Grosse hungersnot in Baiern. Ib.

RI I n. 1928a, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_1_0_1_1_0_4217_1928a

Hierzu Quelle 4: Treueid für Arnolf und Ludwig (dem Kind)

Ludwig IV (das Kind) - RI I n. (ohne Nummer) 897, ....

Arnolf lässt sich und seinem kleinen sohn Ludwig auf einem reichstag (wol ienem in Worms) von allen den treueid leisten. no 1929a. (n. 1929a).

RI I n. (ohne Nummer), in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_1_0_1_1_0_4319_nn

Hierzu Quelle 7: Reichstag zu Worms im Mai

Arnolf - RI I n. 1929a 897 mai 00, urbe Wormacia

Reichstag (placitum) exeunte maio. Aussöhnung seines sohnes Zwentibold, den er freundlich empfängt, mit einigen seiner grossen (den grafen Stephan, Odacar, Gerard und Matfrid, Regino 897), deren lehen derselbe im voriahr eingezogen hatte, und erledigung andrer geschäfte, prout potuit. Ann. Fuld. Abnahme des treueids für sich und seinen kleinen sohn Ludwig

RI I n. 1929a, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-05-00_1_0_1_1_0_4219_1929a

Hierzu Quelle 9: Geschenke an das Bistum Worms

Arnolf - RI I n. 1930 897 iuni 8, urbe Wormacia

schenkt der kathedralkirche von Worms auf bitte des bischofs Diotoloch und auf fürsprache seines lieben bischofs Adalpero, magni divine legis amatoris, und seines getreuen ministerialen Ruodhart zur erlangung seiner gesundheit (arenga: ad corporis nostri salvationem) und vergebung seiner verbrechen 27 hufen in den villen Oppenheim, Horchheim und Weinsheim in der grafschaft Walahos im gau Wormsfeld, die bisher speciell zum dienst der könige (ad nostrum opus et servitium vgl. Waitz VG. 2. A. 4,141) bestimmt waren, sammt dem, was er dem Wormser kleriker Willolf an den beiden erstgenannten orten geschenkt hatte.

RI I n. 1930, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-06-08_1_0_1_1_0_4220_1930

Quelle 3: Zwentibold wirbt um Oda

Zwentibold - RI I n. 1968a 897, Treveris

Zug dahin mit einem heer; er verteilt die eingezogenen lehen und güter der grafen Stephan, Odacar, Gerard und Matfrid (no 1966a) unter die seinen und nimmt für sich die klöster Oeren (vgl. no 1959) und St. Peter in Metz. Regino 897. Der zug fand zu beginn des iahres statt: nach demselben (post haec) schickt Zwentibold an seinen vater, der damals in Baiern weilte, gesandte und lässt eius hortatu um die tochter Ottos werben; nach ostern (märz 27) findet bereits die vermälung statt.

RI I n. 1968a, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_1_0_1_1_0_4281_1968a

Hierzu Quelle 5: Zwentibold erhält Oda

Zwentibold - RI I n. 1968b 897, ....

Gesandtschaft an seinen vater super uxore, quam accipere desiderabat; auf dessen rat lässt er bei dem grafen Otto (vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 3, 455 n. 2) um dessen tochter Oda werben und erhält sie. Regino 897.

RI I n. 1968b, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_2_0_1_1_0_4282_1968b (Abgerufen am 19.12.2016).

Hierzu Quelle 6: Zwentibold heiratet Oda

Zwentibold - RI I n. 1968c 897, ....

Vermälung mit Oda. quam post pascha (märz 27) celebratis nuptiis sibi in matrimonium sociavit. Regino 897.

RI I n. 1968c, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-00-00_3_0_1_1_0_4283_1968c

Quelle 8: Corvey

Arnolf - RI I n. 1932 897 iuni 12, Ingulunheim

befiehlt den bischöfen, äbten, grafen, beamten und grossen von Sachsen, da ihm zu ohren gekommen, dass einige von ihnen vasallen des klosters Neu-Korvey mehr als gerecht zur heerfahrt pressen trotz der urkundlichen verleihungen seiner vorfahren (no 924, 1749, 1768), die er hiemit bestätige, iene kriegsleute (milites) weder zur heerfahrt noch zu einer derartigen leistung gewaltsam heranzuziehen noch zwingen zu lassen.

RI I n. 1932, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-06-12_1_0_1_1_0_4222_1932

Quelle 10: Schenkung an St. Cyriakus (Worms-Neuhausen)

Arnolf - RI I n. 1934 897 aug. 7, Franchovurt curte r.

schenkt dem h. Cyriak zu Neuhausen auf bitte des bischofs Deotoloh und zur sühne seiner verbrechen das gut, das seine diener (servitores vgl. Waitz VG. 2. A. 4,345) Folchuuin (dieser name wie der Lantos beide male auf rasur von derselben hand mit dunklerer tinte) Uoto und Papo in der stadt Worms von ihm urkundlich (deperd.) auf lebenszeit zu eigen und ienes, welches Lanto und Penno ohne urkunde daselbst inne haben, da dies in seiner frühern schenkung (deperd.) nicht mitinbegriffen war, als der leitung des bischofs und seiner nachfolger unterstehenden besitz unter vorbehalt des urkundlich gewährleisteten lebenslänglichen genusses für Folcuuin, Uoto, Papo und nach deren ableben für deren söhne gegen einen iährlich am fest des heiligen zu entrichtenden zins von einer unze und der gleichen rechte für Lanto und Penno.

RI I n. 1934, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0897-08-07_1_0_1_1_0_4225_1934

Bischof Samuel von Worms (841–856), auch Abt im Reichskloster Lorsch, erwarb aus Rom die Reliquien des Hl. Cyriakus, einem der hochverehrten 14 Nothelfer und verbrachte sie in die Neuhauser Kirche, die schon bald den neuen Heiligen zum Patron erhielt und 847 mit einem Kollegiatstift verbunden wurde.[1] Dadurch avancierte sie zu einem Wallfahrtszentrum und es entstand allmählich auch der Ort Neuhausen als zum Stift gehörige Siedlung.

Das Cyriakusstift erhielt in der Folgezeit reiche Schenkungen, so z.B. von den Frankenkönigen Ludwig dem Deutschen (869), Arnulf von Kärnten (897) und Ludwig IV. (906), von Kaiser Konrad II. (1026) sowie von den Wormser Bischöfen Burchard I., Azecho (um 1030) und Adalbert II. (1106). Kaiser Heinrich V., der das Stift 1111 besuchte, ließ in der Nähe eine Burg erbauen, die 1124 zerstört wurde.[2] Zwei Bischöfe von Worms wählten den Ort als Grabstätte, auch die sterblichen Überreste des Gründerbischofs Samuel hat man später von Lorsch hierher überführt.