Altgläubige

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Altgläubige oder Altorthodoxe nennt man Gläubige und Gruppen in der russisch-orthodoxen Tradition, die sich im 17. Jahrhundert von der Russisch-Orthodoxen Kirche trennten. Sie sind gewissermaßen ein russisches Beispiel für Altritualismus.

Im 17. Jahrhundert initiiert der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Nikon, vielfältige liturgische Reformen, weil er meinte, sie russische Liturgie sei in diesen Punkten von der griechischen abgewichen: Das Kreuzzeichen, die Schreibung des Namens Jesu auf Russisch, die Anzahl der Prophora, die Prozessionsrichtung wurden z. B. geändert.

Ein Teil der russischen Altgläubigen wurde aus Russland vertrieben und siedelte dann in Polen. Diese sog. Philipponen lebten dort ihren Glauben dann in Freiheit weiter.

Die russisch-orthodoxe Auslandskirche hatte lange Zeit mit Bischof Daniel von Erie auch einen eigenen Bischof für die Altläubigen.

Literatur

  • Wilhelm Hollberg: Das russische Altgläubigentum, Tartu 1994.
  • P. Hauptmann: Altrussischer Glaube, Göttingen 1963.
  • V. Pleyel: Das Russische Altgläubigentum, München 1961.

Weblinks