Neumärtyrer von Jasenovac: Unterschied zwischen den Versionen
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Sie wurden nicht wegen irdischer Schuld verurteilt, sondern allein deshalb, weil sie sich zur '''heiligen orthodoxen Kirche''' bekannten. Viele von ihnen lehnten es ab, ihren Glauben zu verleugnen oder in eine andere Konfession überzutreten. Sie trugen das Kreuz ihres Leidens mit Geduld und Hingabe, vereint mit dem Herrn, der für uns den Tod am Kreuz erduldete. | |||
Ihr Martyrium war nicht öffentlich, nicht begleitet von Hymnen oder Kronen – sondern verborgen in den Mauern des Leidens, in Schweigen und Tränen, in der Treue bis zum Ende. Doch Gott, der alle Herzen kennt, hat sie erhoben und ihr Opfer angenommen wie das der ersten Märtyrer, deren Blut der Same der Kirche wurde. | |||
Viele der heiligen Neumärtyrer stammten aus einfachen Dörfern und Familien, aus Städten und Gemeinden, wo die heilige Liturgie gefeiert und das Kreuz geehrt wurde. Unter ihnen befanden sich Priester und Mönche, Lehrer, Arbeiter, Mütter und Kinder. Der gemeinsame Grund ihres Leidens war ihre Treue zur Orthodoxie – und oft auch ihr sichtbares christliches Leben: das Tragen eines Kreuzes, die Weigerung zur Konversion, die Teilnahme an der Liturgie oder der Schutz eines Priesters. | |||
In Augen der Welt waren sie schwach und wehrlos, doch im Glauben erwiesen sie sich als '''stark und unbeugsam'''. In ihren Herzen brannte das unerschütterliche Vertrauen auf den Herrn, und sie gingen ihrem Leiden entgegen, ohne Hass, ohne Rachegedanken, sondern mit stillem Gebet auf den Lippen. So wurden sie '''zu lebendigen Altären''', auf denen das Opfer der Liebe dargebracht wurde. | |||
Die '''Heilige Synode der Serbischen Orthodoxen Kirche''' hat diese Schar von Glaubenszeugen am '''16. April 2010''' verherrlicht, als die '''heiligen Neumärtyrer von Jasenovac'''. Ihre Namen sind vielfach unbekannt, doch sie sind auf ewig eingeschrieben im Buch des Lebens. Auch die '''Russische Orthodoxe Kirche''' hat sie in den Kreis der Heiligen aufgenommen. | |||
== Reliquien == | == Reliquien == |
Version vom 5. August 2025, 09:50 Uhr
Gedächtnis: 31. August
Die heiligen Neumärtyrer von Jasenovac sind eine große Schar orthodoxer Christen – Männer, Frauen und Kinder –, die in den Jahren 1941 bis 1944 in Treue zu Christus und seiner Kirche den Märtyrertod erlitten. Im Lager Jasenovac, einem Ort tiefster Finsternis und menschlicher Erniedrigung, erstrahlte ihr stilles, aber machtvolles Zeugnis des Glaubens wie ein Licht in der Nacht.
Sie wurden nicht wegen irdischer Schuld verurteilt, sondern allein deshalb, weil sie sich zur heiligen orthodoxen Kirche bekannten. Viele von ihnen lehnten es ab, ihren Glauben zu verleugnen oder in eine andere Konfession überzutreten. Sie trugen das Kreuz ihres Leidens mit Geduld und Hingabe, vereint mit dem Herrn, der für uns den Tod am Kreuz erduldete.
Ihr Martyrium war nicht öffentlich, nicht begleitet von Hymnen oder Kronen – sondern verborgen in den Mauern des Leidens, in Schweigen und Tränen, in der Treue bis zum Ende. Doch Gott, der alle Herzen kennt, hat sie erhoben und ihr Opfer angenommen wie das der ersten Märtyrer, deren Blut der Same der Kirche wurde.
Viele der heiligen Neumärtyrer stammten aus einfachen Dörfern und Familien, aus Städten und Gemeinden, wo die heilige Liturgie gefeiert und das Kreuz geehrt wurde. Unter ihnen befanden sich Priester und Mönche, Lehrer, Arbeiter, Mütter und Kinder. Der gemeinsame Grund ihres Leidens war ihre Treue zur Orthodoxie – und oft auch ihr sichtbares christliches Leben: das Tragen eines Kreuzes, die Weigerung zur Konversion, die Teilnahme an der Liturgie oder der Schutz eines Priesters.
In Augen der Welt waren sie schwach und wehrlos, doch im Glauben erwiesen sie sich als stark und unbeugsam. In ihren Herzen brannte das unerschütterliche Vertrauen auf den Herrn, und sie gingen ihrem Leiden entgegen, ohne Hass, ohne Rachegedanken, sondern mit stillem Gebet auf den Lippen. So wurden sie zu lebendigen Altären, auf denen das Opfer der Liebe dargebracht wurde.
Die Heilige Synode der Serbischen Orthodoxen Kirche hat diese Schar von Glaubenszeugen am 16. April 2010 verherrlicht, als die heiligen Neumärtyrer von Jasenovac. Ihre Namen sind vielfach unbekannt, doch sie sind auf ewig eingeschrieben im Buch des Lebens. Auch die Russische Orthodoxe Kirche hat sie in den Kreis der Heiligen aufgenommen.
Reliquien
Reliquien der hll. Neumärtyrer können außer in Jasenovac an folgenden Orten verehrt werden:
- Orthodoxes Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee (Österreich)
- Orthodoxe Kirchengemeinde zum hl. Nikolaus in Mödling (Österreich)
- Serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Altena (Deutschland)
Gebete
Troparion (8. Ton)
Treu wart ihr Gott und seiner Gerechtigkeit. Eure Leiber haben gelitten, und die Erde ward betrübt. Doch Eure Seelen wurden gerettet, und der Himmel jauchzte auf! Euch willkommen heißend an den Toren des Paradieses, riefen eure himmlischen Vorfahren und sangen: “Eingeschrieben sind eure Namen im Buche der Ewigkeit. Tretet ein, ihr Kinder der Unsterblichkeit!” Darum rufen wir auf Erden, eure Nachkommen, vereint mit lauter Stimme: Ihr heiligen Neumärtyrer von Jasenovac, betet für uns!
Troparion (1. Ton) - verfasst von Archimandrit Paisios (Jung)
Heute jubelst Du, Jasenovac. Neues Bethlehem und neues Golgotha bist Du geworden, Ort der Auferstehung. In deinen Mauern gaben die Märtyrer ihr Leben hin für den orthodoxen Glauben, Irrlehren abweisend. Ehre sei Dir, o Herr, Du ihre Stärke; Ehre sei dir, o Herr, Du ihre Hoffnung; Ehre sei dir, o Herr, Du ihre Krönung.