Petroniu (Tănase) von Prodromu

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Gedächtnis: 11. Februar / 24. Februar

Unser ehrwürdiger Vater Petroniu (bürgerlich: Vasile Tănase) wurde am 23. Mai 1914 im Dorf Fărcașa, Kreis Neamț (Rumänien), geboren. Bereits in jungen Jahren trat er in das Mönchsleben ein und schloss sich der Bruderschaft des Klosters Neamț an, wo er die Grundlagen des geistlichen Lebens erhielt.

Später wurde er in das Kloster Antim in Bukarest versetzt, wo er am theologischen Institut studierte und zusätzlich Vorlesungen in Philosophie und Mathematik besuchte. 1937 war er mit der Neuordnung der Klosterbibliothek betraut.

Während der 1940er und 1950er Jahre war er in kirchlichen Verwaltungsämtern tätig, u. a. beim Sekretariat des Heiligen Synods und im Bürodienst des Patriarchats. In dieser Zeit stand er in Verbindung mit der geistlichen Bewegung „Rugul Aprins“, was in den Jahren des kommunistischen Regimes zu staatlichen Repressionen führte. Für eine Zeit musste er das klösterliche Leben verlassen und lebte bei Verwandten, bevor er wieder in kirchliche Dienste zurückkehren konnte.

Im Jahr 1978 wurde er im Auftrag der Rumänischen Orthodoxen Kirche zur Skete Prodromu auf dem Heiligen Berg Athos entsandt, um die dortige rumänische Gemeinschaft zu stärken und neu zu beleben. Seit seiner Ankunft lebte er ununterbrochen am Athos. 1984 wählte ihn die Bruderschaft zum Hegumen (Stareț) der Skete.

Petroniu führte ein streng asketisches und zugleich stillem Gehorsam verpflichtetes Leben. Er prägte über Jahrzehnte die geistliche Gestalt des rumänischen Athos-Mönchtums und diente vielen Pilgern und Mönchen als geistlicher Vater. Unter seiner Leitung wurde die klösterliche Disziplin konsolidiert, der gottesdienstliche Rhythmus erneuert und das geistliche Profil der Skete sichtbar gestärkt.

Am 22. Februar 2011 entschlief Petroniu im Herrn und wurde auf dem Friedhof der Skete Prodromu beigesetzt.

Am 30. April 2023 wurden seine Gebeine gemäß der athonitischen Tradition erhoben. Dabei zeigte sich sein Leib unverwest, wie zeitgenössische Berichte hervorheben. Seither werden seine Reliquien von der Bruderschaft und Gläubigen im Katholikon des Klosters verehrt.

Durch Beschluss des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel wurde er am 31. August 2025 in die Reihe der Heiligen aufgenommen.

Gebete

Troparion (5. Ton)

Als Ruhm und große Zierde des Athos, als leuchtenden Schmuck Rumäniens und Säule der Skite Prodromu, lasst uns, Gläubige, Petroniu preisen, der in unseren Tagen hell aufleuchtete durch Wort und Zeichen, vollendet in der Askese; er erwies sich als strahlende Schönheit des Heiligen Geistes.

aus dem Rumänischen übersetzt

Kondakion (6. Ton)

Den unverwelklichen Spross Rumäniens und den göttlichen Diamanten des Athos wollen wir alle mit Gesängen preisen: Petroniu, den Liebhaber seines Schöpfers, den Gesinnungsgenossen der Heiligen, den Seligen in Wort und Tat.

aus dem Griechischen übersetzt