Irinej (Ćirić), Bischof von Bačka
Gedächtnis: 24. März (alter Stil) / 6. April (neuer Stil)
Der heilige Hierarch und Bekenner Irinej (Ćirić) wurde am 19. April 1884 (jul.) / 1. Mai 1884 (greg.) in Sremski Karlovci geboren und erhielt in der heiligen Taufe den Namen Ivan. Er wuchs in einem kirchlich geprägten Umfeld auf und zeigte früh eine besondere Begabung für Sprachen und Theologie.
Seine schulische Ausbildung erhielt er in Novi Sad. Anschließend studierte er an der Geistlichen Akademie in Moskau und setzte seine Studien an der Universität Wien fort, wo er zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Diese Verbindung von orthodoxer theologischer Tradition und westlicher Wissenschaft prägte sein späteres Wirken nachhaltig.
Nach Abschluss seiner Studien trat er in das monastische Leben ein. Im Kloster Hopovo empfing er die Mönchstonsur und erhielt den Namen Irinej. Am Fest der Geburt Christi wurde er zum Hierodiakon geweiht und bald darauf zum Hieromönch. In den folgenden Jahren wirkte er als Professor für Altes Testament und Hebräisch, als Lehrer am Gymnasium sowie als Bibliothekar der Patriarchatsbibliothek und erwarb sich den Ruf eines gelehrten Theologen und Pädagogen.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er zum Bischof von Timok gewählt. Die bischöfliche Chirotonie empfing er am 22. Juni 1919 (jul.) / 5. Juli 1919 (greg.) in Belgrad. In dieser ersten hierarchischen Aufgabe erwies er sich als eifriger und umsichtiger Hirte.
Bereits kurze Zeit später wurde er auf den Bischofsstuhl von Bačka berufen. Nach seiner Wahl wurde er in Novi Sad inthronisiert und übernahm die Leitung der ihm anvertrauten Diözese. Als Bischof von Bačka wirkte er über Jahrzehnte hinweg als Hirte, Lehrer und Vertreter der Kirche. Er nahm aktiv am Leben der gesamten Kirche teil, gehörte ihren leitenden Gremien an und vertrat sie auch im Ausland.
Während des Zweiten Weltkrieges zeigte er besondere Standhaftigkeit und pastoralen Mut. In den Jahren der Besatzung setzte er sich für die bedrängte Bevölkerung ein und widersetzte sich mutig Unrecht und Gewalt. Dadurch erwies er sich als wahrer Bekenner des Glaubens.
Nach dem Krieg wurde er durch das kommunistische Regime bedrängt und in seiner Tätigkeit eingeschränkt, zeitweise sogar unter Hausarrest gestellt. Diese Prüfungen ertrug er in Geduld und blieb der Kirche treu.
Er entschlief im Herrn am 6. April 1955 in Novi Sad. Sein Leib wurde in der Kathedrale des heiligen Großmärtyrers Georg beigesetzt.
Die feierliche Verherrlichung erfolgte durch die Serbisch-Orthodoxe Kirche im Jahr 2022.
Quelle: https://mitropolija.com/2023/04/06/zitije-svetog-irineja-cirica-ispovednika-episkopa-backog/
Gebete
Troparion (8. Ton)
Lehrer der Orthodoxie, Lehrer der Frömmigkeit und Reinheit, heiliges Leuchtfeuer der göttlichen Schöpfung, Hierarch göttlich glänzender Schmuck, Irenäus der Weise, du hast alle mit deiner Lehre erleuchtet, Harfe des Heiligen Geistes, bete zu Christus Gott, um unsere Seelen zu erretten.
Kondakion (2. Ton)
Da du dich, o Gottweiser, durch Enthaltsamkeit genährt hast und die leiblichen Begierden gänzlich befriedet hast, hast du durch den Glauben Wachstum kundgetan und bist wie ein paradiesischer Baum des Lebens erblüht, heiliger Vater Irinej.
aus dem Serbischen übersetzt