Ibar, Bischof von Beggerin, Glaubensbote und Klostergründer

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Glasfenster in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Wexford, Irland.

Gedächtnis: 23. April

Der heilige Ibar von Beggerin (5. Jahrhundert) war ein irischer Bischof, Glaubensverkünder und Klostergründer, der zu den frühen Missionaren Irlands gezählt wird. Er gründete ein Kloster auf der Insel Beggerin vor der Küste der heutigen Grafschaft Wexford, das sich zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum entwickelte. Als Onkel und geistlicher Lehrer des ehrwürdigen Abban von Kilabban hatte er maßgeblichen Einfluss auf dessen monastische Berufung.

Vita

Ibar von Beggerin, auch Iberius oder Ivor genannt, wurde im 5. Jahrhundert in Irland geboren und entstammte nach der Überlieferung einer vornehmen Familie. Schon früh wandte er sich dem christlichen Glauben zu und widmete sein Leben der Verkündigung des Evangeliums. Er wird zu den frühesten irischen Bischöfen und Glaubensverkündern gezählt. Nach einer alten kirchlichen Überlieferung wirkte er gemeinsam mit den heiligen Ailbhe von Emly, Ciarán von Saigir und Declán von Ardmore bereits vor der großen Mission des heiligen Patrick. Andere Überlieferungen berichten dagegen, dass Ibar ein Zeitgenosse Patricks war und von ihm zum Bischof geweiht wurde.

Über seine Jugend und seine geistliche Ausbildung sind nur wenige gesicherte Nachrichten erhalten. Nach seiner Lebensbeschreibung gehörte der heilige Mochta von Louth zu seinen Lehrern. Ibar widmete sich dem Studium der Heiligen Schrift und bereitete sich auf seine Aufgabe als Glaubensverkünder vor. Seine Missionstätigkeit führte ihn durch verschiedene Gegenden Irlands, insbesondere durch die Landschaften Meath und Leinster. Dort verkündete er den christlichen Glauben und führte zahlreiche Menschen zur Taufe. Die Überlieferung berichtet auch von der Bekehrung eines Königs und vieler seiner Untertanen.

Besonders eng ist das Wirken des heiligen Ibar mit Beggerin verbunden, einer damaligen Insel in der Bucht von Wexford an der Südostküste Irlands. Dort gründete er eine Kirche und eine monastische Gemeinschaft, die sich bald zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum entwickelte. Zahlreiche Männer kamen zu ihm, um unter seiner Führung ein Leben des Gebetes, der Askese und des Dienstes an Gott zu führen. Auch Frauen, die sich dem monastischen Leben widmen wollten, suchten seinen geistlichen Rat. Die irische Überlieferung berichtet von einer großen Zahl von Mönchen und Glaubensbekennern, die unter seiner geistlichen Leitung standen.

Unter seinen Schülern befand sich auch sein Neffe, der ehrwürdige Abban von Kilabban. Dessen Mutter Mílla war nach der Überlieferung eine Schwester des heiligen Ibar. Als Abban zwölf Jahre alt war, kam er in das Kloster seines Onkels auf Beggerin. Dort wurde er im monastischen Leben und im Studium der Heiligen Schrift unterwiesen. Ibar erkannte die geistliche Berufung seines Neffen und förderte seine Ausbildung. Der Lebensbeschreibung des ehrwürdigen Abban zufolge unternahmen beide gemeinsam eine Pilgerreise nach Rom. Abban setzte später das Werk seines geistlichen Lehrers fort und gründete zahlreiche Kirchen und Klöster in Irland.

Der heilige Ibar verband seine missionarische Tätigkeit mit einem strengen Leben des Gebetes und der Askese. Immer wieder zog er sich in sein Kloster auf Beggerin zurück, um sich der Betrachtung und dem Gottesdienst zu widmen. Von dort aus unterwies er seine Schüler und stärkte die christlichen Gemeinschaften, die durch seine Verkündigung entstanden waren. Die irische Überlieferung bewahrte auch die Erinnerung an Wunder, die durch seine Fürbitte geschahen.

Nach einem langen Leben im Dienst Gottes entschlief der heilige Ibar der Überlieferung zufolge am 23. April um das Jahr 500 im Herrn. Er wurde auf Beggerin bestattet, wo sein Grab über viele Jahrhunderte verehrt wurde. Das von ihm gegründete Kloster blieb auch nach seinem Tod ein Ort des Gebetes und der Verehrung.

Quellen: Rumänisch-Orthodoxe Erzdiözese von Großbritannien und Nordirland: Saint Ibar, Missionary in Ireland, 23 April; Vita Sancti Abbani (Lebensbeschreibung des ehrwürdigen Abban von Kilabban), herausgegeben von Charles Plummer in Vitae Sanctorum Hiberniae, Oxford 1910; John Healy: Insula Sanctorum et Doctorum: Ireland's Ancient Schools and Scholars, Dublin 1890, Abschnitt über die Klosterschule von Beggerin.

Gebete

Troparion (8. Ton)

Durch deine furchtlose Verkündigung in Irland hast du dem heiligen Patrick den Weg bereitet, o heiliger Vater Ibar. Bitte für die heutigen Bewohner von Meath und Leinster und für alle Menschen auf diesen Inseln, damit sich der wahre Glaube auch in unseren Tagen ausbreite, zur Ehre Gottes.

aus dem Englischen übersetzt