Gottesmutterikone von Kaluga

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Ik d GM Kaluzhskaya 4.jpg
rus. Калужская

Historischer Hintergrund:

Die Kaluga-Ikone der Gottesmutter erschien 1748 im Dorf Tinkova, in der Nähe von Kaluga, im Hause des Landbesitzers Wassilij Kondratewitch Khitrow.
Zwei seiner Dienerinnen waren gerade dabei, das Dachgeschoss von altem Tand zu reinigen. Eine von ihnen, Eudokia, bekannt für ihr Temperament, hatte eine raue und bisweilen sogar unanständige Ausdrucksweise. Ihre Kollegin hingegen war ernst und bescheiden.
Bei ihrer Arbeit entdeckten sie ein großes Paket, welches mit einem Leinentuch bedeckt war. Das (bescheidene) Mädchen packte es aus und sah ein Bild einer Frau in dunklem Gewand mit einem Buch in ihren Händen. Sie schätzte das Bild als das Portrait einer Klosterfrau ein, welche Eudokia zur Vernunft bringen wollte und so entschuldigte sie (Eudokia stellvertretend), dass jene zur Äbtissin respektlos gewesen war.


Eudokia spottete über die tadelnden Worte ihrer Kollegin, wurde immer wütender und spuckte auf das Bild. Plötzlich wurde sie von Krämpfen erschüttert und fiel bewusstlos nieder. Außerdem wurde sie blind und stumm. Ihre erschrockene Kollegin berichtete daraufhin (ihrem Herrn), was im Hause geschehen war.
In der folgenden Nacht erschien die Königin des Himmels bei den Eltern von Eudokia und teilte ihnen mit, dass ihre Tochter sich Ihr gegenüber unverschämt verhalten hatte und sie trug ihnen auf, vor der beleidigten Ikone einen Bittgottesdienst (Molieben) zu verrichten, und dann die Kranke während des Gebetes mit geweihtem Wasser zu besprengen.


Nach dem Bittgottesdienst genas Eudokia, und Khitrow nahm die wundertätige Ikone zu sich ins eigene Haus, wo sie jenen Heilung erwirkte, die sich vertrauensvoll an sie wandten.
Später wurde die Ikone in die Kirche der Geburt der Heiligsten Gottesgebärerin im Dorf Kaluga gebracht. Gegenwärtig befindet sie sich in der Kathedrale von Kaluga.


Durch diese Ikone hat die Gottesmutter ihr Versprechen, Russland in schwierigen Zeiten zu beschützen, wiederholt gezeigt.
Der Gedenktag der Kaluga-Ikone am 2. September wurde in Erinnerung an die Befreiung von einer Seuche im Jahre 1771 eingeführt. Ein zweiter Feiertag wurde am 12. Oktober eingerichtet, zur Erinnerung der Errettung Kalugas von der französischen Invasion im Jahre 1812. Im Jahr 1898 wurde ein Feiertag am 18. Juli eingerichtet, um die Gottesmutter für den gewährten Schutz vor der Cholera zu ehren. Der Ikone wird auch am ersten Sonntag des Apostelfestes gedacht.

Feiertage dieser Ikone: 2. September nach dem Alten Stil

Quelltext in englischer Sprache: Icon "Kaluga": www.oca.org/FStheotokos.asp

Geographischer Hintergrund: de.wikipedia.org/wiki/Kaluga