Stefan Jaworski

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Stefan Jaworski (russ.: Стефа́н Яво́рский; 1658-1722) war Erzbischof und Staatsmann im Russischen Reich, einer der fähigsten Ratgeber von Peter dem Großen und erster Vorsitzender des Heiligsten Synods.

Geboren in Jaworow nahe Lemberg (russ.: Lwow, ukr.: Lwiw), wurde er auf der Kiew-Mohyla-Akademie und verschiedenen anderen Schulen des Polnisch-Litauischen Staates ausgebildet. Nachdem er zum Mönch geweiht worden war, ging er als Prediger und Professor an die Kiewer Akademie und wurde dort Präfekt und Vorsteher des Klosters zum Hl. Nikolaus. Anlässlich seiner Grabrede für den Bojaren Alexej Schein wurde Peter I. auf ihn aufmerksam, und im Jahre 1700 wurde er Erzbischof von Rjasan.

Im selben Jahr wurde Jaworski, nachdem der letzte Patriarch von Moskau, Adrian, gestorben war, zum Statthalter des Patriarchenthrons ernannt. Obwohl er oft mit Peter aneinandergeriet und sich auf die Seite des glücklosen Zarewitsch Alexij geschlagen hatte, war Jaworski zu wertvoll, um geschasst zu werden. 1721 wurde er der erste Vorsitzende des neu errichteten Heiligsten Synods, starb aber schon im darauffolgenden Jahr. Daraufhin übernahm Feofan Prokopowitsch seine Pflichten.

Jaworski war auch bekannt als Dichter und Komponist.