Sophronius von Irkutsk

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Sophronius von Irkutsk.jpg

Gedächtnis: 30. März, 30. Juni

Er wurde am 25. September 1703 als Sohn des Nazarij Fedorov im Ort Beresan' im Gebiet von Perejaslavl' (Gouvernement Poltava) geboren und zu Ehren des Erzdiakons auf den Namen Stefan getauft, trug aber später den Familiennamen Kristalevskij. Nach Beendigung der Kiever Geistlichen Akademie trat er in das damalige Verklärungskloster zu Krasnogorsk ein (17 89 in ein Frauenkloster umgewandelt), wo schon sein älterer Bruder lebte. Am 23. April 1730 erhielt er die Mönchsweihe und seinen Namen zu Ehren des Jerusalemer Patriarchen Sophronius. 1732 wurde er in Kiev zum Diakon und dann zum Priester geweiht. Dann diente er zwei Jahre als Ökonom im Kloster von Solotonoscha und acht Jahre in gleicher Funktion beim Bischof Arsenij (Berlov) von Perejaslavl', bevor er 1735 nach Petersburg entsandt wurde, um die Diözese beim Heiligsten Synod zu vertreten. 1742 wurde er der Aleksandr-Nevskij-Lavra zugeordnet, deren Vorsteheramt er 1746 für mehr als sieben Jahre übernahm. Da 1747 bereits der Irkutsker Bischof Innokentij II. (Nerunowitsch) gestorben war, wurde Sophronius dann 1753 am 18. April, dem Thomas-Sonntag, zum neuen Oberhirten von Sibirien geweiht. Erst am 20. März 1754 kam er in seiner Residenzstadt an, wo er sich einmal durch die Förderung des Mönchtums, sodann durch eine Intensivierung der Missionsarbeit unter den Einheimischen verdient machte. Ein besonderes Ereignis stellte in diesem Zusammenhang die Erhebung der Gebeine seines Vorgängers Innocentius von Irkutsk dar. Sophronij starb am 30. März 1771 und wurde durch Beschluß des Allrussischen Landeskonzils vom 18. April 1918 kanonisiert.

(nach: "Gottesdienst zu Ehren aller Heiligen der Rus", Würzburg 1987, S. 104-115)