Kamilavkion: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Kamilavkion''' (auch '''Kamelaukion'''; der Name ist schon spätantik belegt; eigentlich: τὸ καλυμμαυχῖον − Nackendecke, Kompositum aus agr: τὸ κάλυμμα − Bedeckung; Verhüllung − zum Verbum καλύπτω Verbergen und ὁ αὐχήν − der Nacken.  
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Das '''Kamilavkion''' (auch '''Kamelaukion'''; der Name ist schon spätantik belegt; eigentlich: το καλυμμαύχιον − Nackendecke, Kompositum aus agr: τὸ κάλυμμα − Bedeckung; Verhüllung − zum Verbum καλύπτω verbergen und – αὐχήν − der Nacken.  
  
In der russischen Sprache (russ.: Kamilavka) bezeichnet es in den orthodoxen Kirchen die Kopfbedeckung der Weltgeistlichen und - mit einem darüber getragenen Schleier - auch der Mönche und Bischöfe.  
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In der russischen Sprache (russ. ''камилавка'') bezeichnet es in den orthodoxen Kirchen die Kopfbedeckung der Weltgeistlichen und - mit einem darüber getragenen Schleier - auch der Mönche und Bischöfe.  
 
Die spätere Angleichung „aus Kamelhaar“ ist slawische Volksetymologie., die insofern Grund hat, da die Bedeckung wahrscheinlich im Laufe ihrer späteren Geschichte auch aus Kamelhaar wird gefertigt worden sein. Sie entstand, als die Nackenbinde längst vom Kopfteil entfernt war. Die Nackenbinde hatte ursprünglich als Anhängsel der byzantinischen Kaiserkrone die Aufgabe, den nackten Nacken des Autokrators zu verdecken, denn Nacken zeigen nur Unterworfene. Der Name blieb am textilen Inneren der Bügelkrone hängen deren metallenes Äußeres dem Caesar vorgehalten blieb.  
 
Die spätere Angleichung „aus Kamelhaar“ ist slawische Volksetymologie., die insofern Grund hat, da die Bedeckung wahrscheinlich im Laufe ihrer späteren Geschichte auch aus Kamelhaar wird gefertigt worden sein. Sie entstand, als die Nackenbinde längst vom Kopfteil entfernt war. Die Nackenbinde hatte ursprünglich als Anhängsel der byzantinischen Kaiserkrone die Aufgabe, den nackten Nacken des Autokrators zu verdecken, denn Nacken zeigen nur Unterworfene. Der Name blieb am textilen Inneren der Bügelkrone hängen deren metallenes Äußeres dem Caesar vorgehalten blieb.  
  
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Aktuelle Version vom 29. November 2015, 20:25 Uhr

Russische Kamilavka

Das Kamilavkion (auch Kamelaukion; der Name ist schon spätantik belegt; eigentlich: το καλυμμαύχιον − Nackendecke, Kompositum aus agr: τὸ κάλυμμα − Bedeckung; Verhüllung − zum Verbum καλύπτω − verbergen und – αὐχήν − der Nacken.

In der russischen Sprache (russ. камилавка) bezeichnet es in den orthodoxen Kirchen die Kopfbedeckung der Weltgeistlichen und - mit einem darüber getragenen Schleier - auch der Mönche und Bischöfe. Die spätere Angleichung „aus Kamelhaar“ ist slawische Volksetymologie., die insofern Grund hat, da die Bedeckung wahrscheinlich im Laufe ihrer späteren Geschichte auch aus Kamelhaar wird gefertigt worden sein. Sie entstand, als die Nackenbinde längst vom Kopfteil entfernt war. Die Nackenbinde hatte ursprünglich als Anhängsel der byzantinischen Kaiserkrone die Aufgabe, den nackten Nacken des Autokrators zu verdecken, denn Nacken zeigen nur Unterworfene. Der Name blieb am textilen Inneren der Bügelkrone hängen deren metallenes Äußeres dem Caesar vorgehalten blieb.

Das Kamilavkion ist zylinderförmig und in den Kirchen griechischer Tradition schwarz und für Nicht-Mönche mit Krempe, während Mönche − und somit auch die stets dem Mönchsstand angehörenden Bischöfe − bei offiziellen Anlässen über dem Kamilavkion mit einen nach hinten fallenden Schleier (griech. epinokamilvchion) tragen, der in der russischen Tradition in der Regel fest mit dem Kamilavkion verbunden ist und nicht abgenommen wird. Diese monastische Kopfbedeckung heißt im Russischen „Klobuk“. Während in der griechischen Tradition alle Diakone und Priester im Alltag und auch zu vielen Teilen des Gottesdienstes das Kamilavchion tragen, ist die russische „Kamilavka“ eine Auszeichnung für besonders geehrte Priester und Diakone. Sie ist auch nicht einfach schwarz, sondern aus rot-violettem Samt gefertigt und ohne Krempe (siehe Abbildung). Einfache Priester, Diakone und Mönche tragen eine faltbare, zumeist schwarze Mütze, die „Skufja“, allerdings in der Regel nur außerhalb des Gottesdienstes. Das Recht, die Skufja auch zu bestimmten Teilen innerhalb des Gottesdienstes zu tragen, ist schon die unterste der Ehrungen in der Russischen Orthodoxen Kirche für Priester.

Leitende Bischöfe einiger Kirchen tragen einen weißen Schleier über dem Kamilavkion beziehungsweise einen weißen Klobuk (so in der russischen Tradition die Metropoliten).

Quelle

Wikipedia