Ioasaph von Belgorod

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Hl. IOSAPH, Bischof von Belgorod.jpg

Gedenktag: 4. September (Auffindung der Gebeine), 10. Dezember

Der hl. Ioasaph entstammte dem alten weißrussischen Geschlecht Gorlenko. Er wurde am 8. September 1705 geboren und auf den Namen Ioakim getauft. Schon mit sieben Jahren gab ihn der Vater in die Kiewer Geistliche Akademie. Seinen Wunsch, Mönch zu werden, billigten die Eltern aber lange Zeit nicht. So empfing er 1725 heimlich das monastische Gewand mit dem Namen Ilarion im Kiewer Kloster von Meschigorje; am 21. November 1727 aber die Mönchsweihe auf den Namen Ioasaph. Ein Jahr später wurde er von Erzbischof Warlaam (Wonatowitsch) zum Diakon ordiniert und sodann Lehrer der Kiewer Geistlichen Akademie. Unter dem Nachfolger von Erzbischof Warlaam, Rafail (Zaborowskij), wurde Ioasaph dann zum Examinator der Diözese ernannt und im November 1734 zum Priester geweiht. Bald war er auch Mitglied des Kiewer Geistlichen Konsistoriums und ein bekannter Schriftsteller. Am 24. Juni 1737 wurde er zum Vorsteher des Christi-Verklärungs-Klosters von Mgar ernannt, das er nach einem Brand neu errichtete. Dort befinden sich auch die Gebeine des hl. Athanasios von Lubny. 1744 wurde Ioasaf in den Rang eines Archimandriten erhoben und am Ende des Jahres zum Vorsteher des St-Sergius-Dreifaltigkeitsklosters bestellt. Am 2. Juni 1748 folgte seine Weihe zum Bischof von Belgorod und Obojan in der Peter-und-Paul-Kathedrale der Hauptstadt. In seiner ausgedienten Diözese sorgte er besonders für die Bildung des Klerus und die Einhaltung des Typikons. Er starb am 10. Dezember 1754 im Dorfe Grajworon.

Er wurde am 4. September 1911 kanonisiert. Die unverwesten Gebeine ruhen in der Domkirche zu Belgorod. (© "Gottesdienst zum Ehren aller Heiligen der Rus", Würzburg, 1987. Seiten - 104 - 115)


Quelle: Kirchenkalender