Dositheus von Zagreb: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Dositheus der Bekenner von Zagreb''' (Dositej Vasić; serb.: Свети Исповједник Доситеј Загребачки) war [[Serbische Orthodoxe Kirche|Serbisch-Orthodoxer]] [[Metropolit]] von Zagreb in den Jahren 1931 bis 1941.
 
'''Dositheus der Bekenner von Zagreb''' (Dositej Vasić; serb.: Свети Исповједник Доситеј Загребачки) war [[Serbische Orthodoxe Kirche|Serbisch-Orthodoxer]] [[Metropolit]] von Zagreb in den Jahren 1931 bis 1941.
  
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Geboren am 5. Dezember 1887 in Belgrad, besuchte er dort auch die Grammatikschule und das Seminar. 1904 absolvierte er die [[Theologische Akademie]] in Kiew als Magister der [[Theologie]]. Daraufhin studierte er Theologie und Philosophie an der Universität in Berlin und Experimentelle Philosophie in Leipzig. Schon als Student am Seminar legte das [[Mönchsgelübde]] ab und wurde zum [[Hierodiakon]] ernannt. 1907 erhielt er die Stelle als Assistenzprofessor am [[Hl.-Sava-Seminar]] in Belgrad, und zwei Jahre später setzte er seine Studien an der Sorbonne in Paris fort. Ende 1910 ging er nach Genf, wo er bis zum Ausbruch des Balkankrieges blieb.
  
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Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Dositej von der Zagreber Polizei verhaftet und ins Gefängnis an der Petrinjska-Straße geworfen. Weil er ernstlich krank war, wurde er ins Hospital gebracht, wo er von katholischen Nonnen belästigt und gequält wurde. Er wurde bewusstlos nach Belgrad ins Kloster zum Einzug der Allerheiligsten [[Gottesmutter]] verbracht, wo sich die [[Schwesternschaft]] bis zu seinem Tod am 13. Januar 1945 um ihn kümmerte. Er wurde im Kirchhof des Klosters begraben.
 
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Dositej von der Zagreber Polizei verhaftet und ins Gefängnis an der Petrinjska-Straße geworfen. Weil er ernstlich krank war, wurde er ins Hospital gebracht, wo er von katholischen Nonnen belästigt und gequält wurde. Er wurde bewusstlos nach Belgrad ins Kloster zum Einzug der Allerheiligsten [[Gottesmutter]] verbracht, wo sich die [[Schwesternschaft]] bis zu seinem Tod am 13. Januar 1945 um ihn kümmerte. Er wurde im Kirchhof des Klosters begraben.
  
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Aktuelle Version vom 4. März 2016, 13:12 Uhr

Dositheus der Bekenner von Zagreb (Dositej Vasić; serb.: Свети Исповједник Доситеј Загребачки) war Serbisch-Orthodoxer Metropolit von Zagreb in den Jahren 1931 bis 1941.

Gedenktag: 31. Dezember

Leben

Hl. Dositheus der Bekenner von Zagreb

Geboren am 5. Dezember 1887 in Belgrad, besuchte er dort auch die Grammatikschule und das Seminar. 1904 absolvierte er die Theologische Akademie in Kiew als Magister der Theologie. Daraufhin studierte er Theologie und Philosophie an der Universität in Berlin und Experimentelle Philosophie in Leipzig. Schon als Student am Seminar legte das Mönchsgelübde ab und wurde zum Hierodiakon ernannt. 1907 erhielt er die Stelle als Assistenzprofessor am Hl.-Sava-Seminar in Belgrad, und zwei Jahre später setzte er seine Studien an der Sorbonne in Paris fort. Ende 1910 ging er nach Genf, wo er bis zum Ausbruch des Balkankrieges blieb.

Als Bischof

Am 25. Mai 1913 wurde Dositej vom Heiligen Bischofsynod zum Bischof von Niš geweiht. Am Anfang des Ersten Weltkriegs wurde er verhaftet und kehrte erst 1918 wieder in seine Diözese zurück. Nach Kriegsende wurde er Vizepräsident der Zentralen Bischofskonferenz. Drei Jahre verbrachte er als Missionar in der Tschechoslowakei. 1931 wurde er zum ersten Hierarchen der neugegründeten Diözese Zagreb ernannt. Dort gründete er auch ein orthodoxes Kloster zu Ehren der Hl. Paraskeva. Er verwaltete auch die Diözese von Gornji Karlovac-Banja Luka und unterstützte den Ehrwürdigen Miron, Bischof von Pankrac. Während der tödlich endenden Erkrankung des serbischen Patriarchen Varnava nahm er als langjähriges Mitglied des Heiligen Synods die Belange der Serbischen Kirche wahr. Nach dem Tod Varnavas übernahm er bis zur Ernennung des neuen Patriarchen im Jahr 1938 die Erzdiözese Belgrad-Karlovci.

Folter und Tod

Hl. Dositheus der Bekenner von Zagreb

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde Dositej von der Zagreber Polizei verhaftet und ins Gefängnis an der Petrinjska-Straße geworfen. Weil er ernstlich krank war, wurde er ins Hospital gebracht, wo er von katholischen Nonnen belästigt und gequält wurde. Er wurde bewusstlos nach Belgrad ins Kloster zum Einzug der Allerheiligsten Gottesmutter verbracht, wo sich die Schwesternschaft bis zu seinem Tod am 13. Januar 1945 um ihn kümmerte. Er wurde im Kirchhof des Klosters begraben.

Bei der regulären Sitzung der Heiligen Bischofsversammlung der Serbischen Orthodoxen Kirche wurde der Name von Metropolit Dositej in die Liste der Heiligen der Serbischen Kirche als Bekenner aufgenommen.