Cyra von Persien: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 15. September 2010, 13:08 Uhr

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Die jungfräuliche Märtyrerin Sirin von Persien


Die jungfräuliche Märtyrerin Sirin von Persien

Gedenktag: 24. August


Die Märtyrerin Sirin lebte im sechsten Jahrhundert in Persien und war die Tochter eines berühmten Priesters der Zarathustristen („Feueranbeter“) von Seleukia am Hedyphon. Ihr Vater, der den Einfluss des Christentums auf seine Tochter fürchtete, sandte sie nach dem Tod ihrer Mutter zur Stadt Tharsis, um als zarathustrische Priesterin erzogen zu werden.

Sirin wurde Priesterin im Feuertempel und ging ehrbaren Tätigkeiten nach. Eines Tages aber, nachdem mit einigen christlichen Bettlern gesprochen hatte, erkannte Sirin in Christus ihren Erlöser und wurde Christin. Sie lernte Gebete und Psalmen, begann zu fasten und christliche Bücher zu lesen.

Als sie einmal krank wurde und kein Heilmittel gegen ihre Krankheit zu finden vermochte, ging sie in die christliche Kirche und bat den Priester, ihr etwas Asche aus der Kirche zu geben, da sie hoffte, sich damit heilen zu können. Der Priester, der wusste, dass Sirin den Götzen gehuldigt hatte, wies sie jedoch ab.

Sirin nahm dies ohne zu Grollen im Bewusstsein ihrer Unwürdigkeit hin; aber voll des Glaubens berührte sie die Robe des Priesters, so wie die Frau mit dem Blutfluss dereinst das Gewand des Erlösers berührt hatte (Mt. 9, 20-22). Sofort war sie geheilt und kehrte nach Hause zurück.

Die Familie von Sirin begann zu argwöhnen, dass sie zum Christentum übertreten wollte, und baten die Stiefmutter von Sirin, sie dazu zu bringen, diese Absicht aufzugeben. Die Stiefmutter tat so, als sei sie selbst eine heimliche Christin, und redete auf Sirin ein, sie solle ihren Glauben geheim halten. Auch solle sie weiterhin Dienst im Feuertempel leisten, auf dass sie nicht entdeckt und gefoltert und dabei von Gott abfallen würde.

Sirin war unsicher, ob sie sich taufen lassen sollte; als sie aber eines Nachts im Traum das traurige Schicksal sah, welches ihre Mutter im Jenseits zu erleiden hatte, und auch die leuchtenden Wohnstätten der erlösten Christen, fasste sie einen Entschluss und ging zum Bischof, um ihn zu bitten, sie zu taufen. Der Bischof lehnte ab, da er fürchtete, den heidnischen Priestern einen Grund zu geben, die Christen zu verfolgen. Außerdem dachte er, Sirin würde aus Furcht vor dem Groll ihres Vaters Christus bald wieder abschwören. So empfahl er ihr, den Glauben an den Erlöser zuerst vor ihrer Verwandtschaft zu bekennen.

Eines Morgens, als die Hl. Sirin das priesterliche Feuer schürte, welches die Perser als ihren Gott anbeteten, warf sie den Opfertisch um und verkündete: "Ich bin eine Christin, und ich entsage den falschen Göttern und bekenne mich zum Wahren Gott!" Daraufhin wurde sie von ihrem Vater geschlagen, bis dieser erschöpft wurde, und dann ins Gefängnis geworfen. Weinend und flehend versuchte er sie dazu zu bewegen, ihren alten Glauben wieder anzunehmen; aber Sirin blieb standhaft. Da meldete sie der Vater dem heidnischen Hohepriester und später auch dem Gouverneur und Kaiser Chosrau.

Die heilige Jungfrau wurde lange im Gefängnis gehalten und gefoltert, aber der Herr gab ihr Kraft, und sie stand fest in ihrem Glauben an Christus. Nachdem sie den Gefangniswärter bestochen hatte, konnte die Hl. Sirin sich zum Bischof begeben, wo sie die Taufe erhielt. Der Herr gewährte ihr die Gabe des Wunderwirkens. Als sie in die Gewalt gottloser Männer gegeben worden war, begannen diese, über sie zu spotten, und sagten: "Was ist das für eine Geschichte, dass dir die Ketten von Hals, Händen und Beinen von allein abfallen? Zeige uns, wie die Ketten abfallen!" Die Hl. Sirin betete in der Tiefe ihres Herzens zum Erlöser, und sofort fielen die Ketten von ihr ab – nicht zum ersten Mal.

Durch die ständige Folter wurde die Hl. Sirin sterbenskrank. Sie flehte zum Herrn, sie nicht an Krankheit sterben zu lassen, sondern ihr die Krone einer Märtyrerin zu gewähren. Der Herr erhörte sie, und sie wurde wieder gesund. Als der Gefangniswärter und der Direktor sahen, dass sie genesen war, kamen sie, um die heilige Jungfrau zu schänden; aber der Herr schlug den einen mit Krankheit, der andere fiel tot darnieder. Die Märtyrerin wurde schließlich verurteilt und sollte gehängt werden.

Die Hinrichtung wurde mit besonders grausamer Raffinesse durchgeführt. Immer wieder wurde das Seil gelockert und die Heilige gefragt, ob sie es sich nicht anders überlegen und am Leben bleiben wolle. Die Märtyrerin aber, kaum noch lebendig, lehnte dies ab und bat um ein schnelles Ende. Ihr Körper wurde den Hunden zum Fraß vorgeworfen, die ihn aber nicht anrührten. Schließlich wurde die Hl. Sirin von Christen begraben.