Sergius von Walaam

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Hl. Mönche Sergius und Hermann von Valaam

Gedächtnis: 28. Juni und 11. September (Überführung der Gebeine)

Zusammen mit dem hl. Hermann wird er als Gründer des Christi-Verklärungs-Klosters auf der Insel Walaam im Ladoga-See, dem früheren Newo-See, verehrt. Seine Herkunft ist unklar: nach einigen Quellen war er Grieche, nach anderen ein Slawe aus dem Nowgoroder Gebiet. In den liturgischen Texten heißt es allerdings, dass er "aus den östlichen Landen" stammte. 1329 kam er auf die Insel, wurde dann Priestermönch und Prediger des Evangeliums in Karelien, wobei er sich dort des von Schweden einströmenden römisch-katholischen Einflusses zu erwehren hatte. Der hl. Hermann von Walaam war sein Nachfolger und wird mit ihm am gleichen Tage gefeiert. Nach der Überlieferung war er ein Priestermönch, der aus dem Osten gekommen sein soll. Beide Heilige entschliefen um 1353.

1592 wurden sie in einem Brief des Nowgoroder Metropoliten Varlaam zwar eindeutig als Gründer des Klosters, aber noch nicht als Heilige benannt; letzteres geschah wohl erst durch den Petersburger Metropoliten Gawriil (1770 - 1800), der eine besondere Verehrung für das Kloster empfand. Am 20. Oktober 1819 erfolgte durch Entscheid des Heiligsten Synods die Aufnahme in den Heiligenkalender. Ein Grund für diese Unsicherheit ist sicher die Tatsache, dass das Walaam- Kloster stark unter schwedischen Übergriffen zu leiden hatte und öfters zerstört wurde. Die Gebeine der Heiligen wurden dann jedes Mal nach Nowgorod überführt. Erst nach dem letzten Schwedeneinfall von 1610 war eine dauerhafte Beisetzung möglich. (aus: „Gottesdienst zu Ehren aller Heiligen der Rus“, Würzburg 1987, S. 132b - 144).