Leonid Ouspensky

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Verklärung des Herrn: eine Ikone von Leonid Ouspensky, Cathédrale Trois Saints Docteurs in Paris
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Leonid Ouspensky (Леони́д Алекса́ндрович Успе́нский) war ein bedeutender russischer Ikonengestalter und Theologe, Autor des Fundamentalwerkes „Die Theologie der Ikone der Orthodoxen Kirche“ ("Богословие иконы Православной Церкви").

Er wurde 1902 im Dorf Golaja Snowa (jetzt Golosnowka) im Gouvernement Woronesch geboren. Nach der Absolvierung des Gymnasiums in der Stadt Sadonsk kämpfte er im Bürgerkrieg. Nachdem er Russland mit der Weißen Armee verlassen musste, arbeitete er bis 1926 in Bulgarien als Bergarbeiter. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zog er nach Paris, wo er seine künstlerische Begabung entdeckte. 1929 schrieb er sich in die gerade eröffnete Russische Kunstakademie ein.

Unter dem Einfluss des später berühmt gewordenen Ikonengestalter Gregory Krug wandte sich Ouspensky der Ikonenmalerei zu. Unter der Anleitung P. A. Fyodorov studierte er die Technik der Ikonenmalerei. 1934 trat er in die Gesellschaft „Ikone“ und dann (Mitte der 1930er Jahre) in die St.-Photius-Bruderschaft ein. Zusammen mit Krug nahm er an der Gestaltung der Ikonen der Cathédrale Trois Saints Docteurs in Paris teil.

Seit 1944 unterrichtete er Ikonenmalerei am Institut de Théologie Paris Saint-Denys, das von der St.-Photius-Bruderschaft gegründet worden war. Seit 1954 unterrichtetete er die Ikonenwissenschaft (als theologische Disziplin) in Theologisch-Pastoralen Kursen beim Westeuropäischen Exarchat des Moskauer Patriarchats in Paris (bis 1960) sowie auch an der Geistlichen Akademie zu Leningrad.

Am 11. Dezember 1987 ging er heim. Er ist auf dem Friedhof Sainte-Geneviève-des-Bois in der Nähe von Paris begraben.