Kastor von Trier

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Der Hl. Kastor von Trier auch Castor von Karden († um 400) war ein Priester und Einsiedler. Sein Gedächtnis wird am 13. Februar und 12. November (Übertragung der Gebeine) gefeiert.

Der Hl. Kastor war ein Schüler des heiligen Maximin von Trier (gestorben 346) und wurde von diesem zum Priester geweiht. Seiner Herkunft nach kam er aus Belgien oder Aquitanien. Aus Liebe zur Einsamkeit und zur Vervollkommnung in den christlichen Tugenden zog er nach seiner Priesterweihe von Trier in die Einöde bei Karden an der Mosel und diente dort Gott mit ununterbrochenem Fasten und Gebet. Doch sein Aufenthalt blieb nicht verborgen, und es sammelten sich einige Schüler um ihn, denen er auf dem Weg zur Vollkommenheit zum Führer wurde. Die Legende berichtet, dass er einmal einen Schiffer auf der Mosel um etwas Salz bat, aber von diesem eine abschlägige Antwort erhielt. Daraufhin begann das Schiff des Mannes unterzugehen, und nur durch die Gebete des Heiligen wurde es errettet. Der Hl. Kastor starb in Karden im Rufe der Heiligkeit um das Jahr 400. Bischof Weomodus (791) ließ seine Gebeine heben, um sie in der Paulinuskirche in Karden beizusetzen. Bischof Hetti (847) ließ seine Reliquien am 12. November 837 nach Koblenz in die von ihm erbaute Kirche St. Kastor überführen. Der Hl. Kastor wird als Patron der Stadt Koblenz verehrt.

Textnachweis

Dieser Text stammt aus: "Orthodoxe Heiligenleben", Vorabdruck im Internet, S. 76f. Scan des Kapitels über den Hl. Kastor. Mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber.

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