Johannes von Damaskus

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Ikone des Hl. Johannes von Damaskus

Johannes von Damaskus, der in der Zeit des Bilderstreits lebte, kritisierte durch Predigten und Schriften, die er verfasste, die ikonoklastische (ikonenfeindliche) Politik des Kaisers Leon Isaurus. Dieser beschloss, Johannes zu bestrafen und befahl dem Gouverneur der Stadt Damaskus Johannes die rechte Hand abhacken zu lassen, was auch durchgeführt wurde.

Nach der Exekution durfte er seine praktisch tote Hand behalten. Es wird überliefert, dass er, unter starken Schmerzen, die ganze Nacht vor einer Ikone der Mutter Jesu inbrünstig betete, bis er darüber einschlief. Währenddessen träumte er von der Heiligen Mutter Gottes, die ihm im Gloria mitteilte: "Deine Hand ist geheilt, gehe in Friede und tue das, was du versprochen hast”. Er hatte nämlich versprochen, für den rechten Glauben geistig zu kämpfen.

Als er wach wurde, fühlte er keine Schmerzen mehr und die Hand war wieder hergestellt. Zur Erinnerung an dieses Wunder goss er eine silberne Hand und legte sie unterhalb der rechten Hand Marias auf die Ikone. Diese silberne Hand klebte fest und war somit von der Ikone unabtrennbar, die deshalb die "Dreihändige” (= Tricheroussa) genannt wurde.

Die ganze Stadt Damaskus, in der Johannes bekannt und sehr beliebt war, feierte, während er sich in das Kloster vom heiligen Savvas begab, wo er sein ganzes verbleibendes Leben als Mönch verbrachte und seine berühmten patristischen Werke niederschrieb.

Quellen