Ioann (Krestjankin), Archimandrit

Aus Orthpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johannes Krestiankin.jpg

Archimandrit Ioann (Krestjankin) (russ.: Иоанн (Крестьянкин), 1910 – 2006) ist einer der bedeutendsten und meistverehrten geistlichen Vorkämpfer und Starzen der Russischen Orthodoxen Kirche des 20 Jahrhunderts. Er war Archimandrit des Pskower Höhlen-Klosters der Russischen Orthodoxen Kirche.

Er wurde 1910 in der Stadt Orjol als achtes Kind von Michail und Jelisaweta Krestiankin geboren. Der Name Ioann (Iwan) wurde ihm zu Ehren des „Heiligen Johannes in der Wüste“ gegeben. Seine Briefe und theologischen Werke sind in Russland und einigen anderen Ländern wohlbekannt und weit verbreitet. Von ihm sind viele Weissagungen und Wunderwerke überliefert.

1950 wurde er von den sowjetischen Behörden wegen seiner Pastorentätigkeit inhaftiert und zu sieben Jahren Arbeitslager verurteilt. 1955 wurde er freigelassen.

Vater Ioann war vielen orthodoxen Gemeindemitgliedern geistlicher Beistand und Beichtvater, der sich mit den mannigfaltigen Aspekten des Glaubens und des Christenlebens in der Orthodoxen Kirche auskannte. Zu seinen bedeutenden spirituellen Kindern gehörten Tichon (Schewkunow), Autor der meistverkauften spirituellen Memoiren Die unheiligen Heiligen (Несвятые святые, engl. Everyday Saints), und Archimandrit Ilarion (Prichodko),ein hochangesehener geistlicher Vater in der Region Nowgorod.

Einige seiner berühmten Bücher sind „Die Erfahrung der Beichtvorbereitung“ („Опыт построения исповеди", „Predigten, Gedanken und Gratulationen“ „Handbuch für Kleriker und Laien“ («Настольная книга для монашествующих и мирян») und die Sammlung „Briefe von Archimandrit Ioann (Krestiankin)" («Письма»).

Er starb 2006 im Alter von 95 Jahren.