Gregory (Krug)

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Erlöser mit den himmlischen Mächten, еine Ikone von Gregory (Krug)

Gregory (Krug) war ein emigrierter russischer orthodoxer Priester und Ikonograph, der im 20. Jahrhundert in Frankreich lebte und mit der Bruderschaft des Hl. Photios sowie der Wiederbelebung der byzantinischen ikonographischen Tradition verbunden war.

Vater Gregory wurde 1908 als Georgij Iwanowitsch Krug in St. Petersburg geboren. Seine Mutter war russisch orthodox, sein Vater dagegen Lutheraner schwedischer Herkunft; daher wurde Georgij in der lutheranischen Tradition erzogen. Nach dem bolschewistischen Putsch 1917 floh die Familie nach Estland. Mit 19 Jahren trat Georgij zur Orthodoxie über. Er studierte Kunst, zunächst in Tallin, später in Tartu, damals die intellektuelle und kulturelle Hochburg Estlands. 1931 ging er nach Paris, um seine Studien an der Kunstakademie fortzusetzen. Hier begann seine Karriere als Ikonograph, als er mit Sergej Fjodorow, Dimitri Stelletskij und Julia Reitlinger zusammen studierte.

Während des Zweiten Weltkriegs begann er unter Depressionen zu leiden und kam in eine Klinik. Dank der Hilfe seines geistlichen Vaters konnte er die Klinik bald verlassen und wurde unter dem Namen Gregory Mönch in der Skite des Heiligen Geistes (Skit du Saint-Esprit) bei Mesnil-Saint-Denis, wo er sich der Malerei von Ikonen und Fresken widmete. Auch außerhalb der Skite gestaltete er Fresken, so in der Russischen Patriarchalen Kathedrale in Paris, wo er mit dem bekannten Ikonographen Leonid Ouspensky zusammenarbeitete. Vater Gregory verstarb 1969.

Obwohl er den Prinzipien der ikonographischen Tradition treu blieb, entwickelte Vater Gregory in seinen Ikonen einen eigenen unverwechselbaren Stil. Bemerkenswert ist etwa sein Einsatz weißer Glanzlichter auf verlaufenden Farbflächen. Die übergroßen Augen seiner Figuren ergeben den Eindruck von Zartheit und Traurigkeit, fern jeglicher Sentimentalität, sowie eines tiefen Innenlebens.