Gottesmutterikone "Die Bekehrung"

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oder "Besednaya" oder "Beseda"

Historischer Hintergrund:
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Im Jahre 1383, bald nach der geheimnisvollen Erscheinung der Tikhvin-Ikone der Gottesmutter, wurde ein frommer Küster namens Georg gesandt, um den umliegenden Dörfern den Tag der Kirchweihe anlässlich der Erscheinung der Ikone zu verkünden und ein Fasten auszurufen.

Auf seinem Rückweg, in einiger Entfernung von Tikhvin, sah Georg plötzlich die Gottesmutter auf einem Kieferbaumstamm sitzen und in einem unbeschreiblichen Licht leuchtend. In ihrer Hand hielt sie einen karmesinroten Stock, und vor ihr stand der Hl. Hierarch St. Nikolaus der Wundertäter. Die heiligste Gottesmutter trug Georg auf, den Geistlichen zu sagen, dass ein hölzernes, und kein eisernes Kreuz auf ihrer Kirche befestigt werden solle.

Nikolaus: Nikolaus von Myra

Georg führte ihren Befehl aus. Wie auch immer, die Leute schenkten seinen Worten keinen Glauben und begannen, ein eisernes Kreuz anzubringen, welches schon für die Kirche vorbereitet worden war. Da warf ein plötzlicher Sturm die Arbeiter, die das eiserne Kreuz hielten, vom Dach, ohne (dabei) weder die Arbeiter noch das Kreuz zu beschädigen.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche errichtet. Ein Holzkreuz, aus dem Kiefernstamm gefertigt, wurde oben auf der Kirche angebracht.


Sieben Jahre nach der Weihe der Kirche auf dem Tikhvin, wurde - ausgelöst durch eine nicht gelöschte Kerze – die hölzerne Kirche ein Raub der Flammen; die wundertätige Ikone der Gottesmutter wurde unsichtbar (von unsichtbarer Hand) aus dem Feuer befreit und etwa ½ Kilometer entfernt in einem Wacholderstrauch gefunden.


Zur gleichen Zeit wurde vom Küster Georg eine Kapelle an der Stelle der Erscheinung der Gottesmutter errrichtet. Wie die Ikone wurde (auch) das Kreuz, das aus dem Holzklotz gefertigt war, auf welchem die Heiligste Gottesgebärerin gesessen hatte, durch unsichtbare Kräfte aus den Flammen weggetragen und in dem Wacholderbusch gefunden.


An den ursprünglichen Stätten wurde eine neue Kirche und eine Kapelle errichtet, aber 5 Jahre später, gingen beide – die Kirche und die Kapelle – gleichzeitig in Flammen auf. Die Ikone und das Kreuz wurden wiederum auf wundersame Weise verschont.

Nun errichteten sie zum dritten Mal eine hölzerne Kirche und eine Kapelle. 105 Jahre später fiel die Kapelle dem Feuer zum Opfer, aber das Feuer wurde gelöscht und das wundertätige Kreuz wurde gerettet. Die gesamte Kirche wurde durch die Flammen zerstört, aber den Priestern war es möglich, die Ikone der Gottesmutter vor der Verbrennung wegzunehmen.


Die Kunde von Wundern, die von der Tikhvin-Ikone ausgingen, erreichten den großen Prinzen Vasily Ioannovitch, welcher - nachdem die Kirche zum dritten Mal niedergebrannt war - anwies, dass eine Steinkirche errichtet werden solle.

Gerade, als der Bau der Kirche vollendet worden war, und sie den Hof (Vorplatz) fertig stellten, kippte plötzlich das Baugerüst um und erschlug (zerdrückte) zwanzig Arbeiter.


Alle dachten, dass die Arbeiter zu Tode gekommen waren. Jedoch wurden sie - zur allgemeinen Überraschung – nachdem man drei Tage lang die Steine weggeräumt hatte, alle lebend aufgefunden. Die Himmelskönigin hatte sie gerettet.

Im Jahr 1515 wurde unter der Leitung des großen Prinzen Vasily Ioannovitch in der Wildnis, wo eine Kapelle gestanden hatte, eine Holzkirche zu Ehren der Gottesmutter und des Hl. Nikolaus errichtet.


Dort wurde zu Ehren der vergangenen Erscheinung der Gottesmutter und des Hl. Nikolaus und ihres freundlichen Gespräches mit einem der demütigsten Diener der orthodoxen Kirche, ein Männerkloster gegründet, welches das Besedniy-Kloster (= Kloster der “Beseda” oder “Bekehrung”) genannt wurde.

Ikonen-Typ:

Die Ikone stellt diese Erscheinung dar und ist als Besednaya-Ikone bekannt.
Das Besedniy-Kloster lliegt im Tikhvin-Distrikt der Provinz Novgorod.



Geographischer Hintergrund: en.wikipedia.org/wiki/Tikhvin

Feiertage dieser Ikone: 14. / 27. August


Quelltext in englischer Sprache: www.stjohndc.org/Russian/theotokos/e_Besed.htm


Siehe auch: Gottesmutter von Tichwin