Gobron und 133 Soldaten von Georgien, Märtt.

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Gedenktag: 17. November

Im Jahre 914 tat sich ein Fürst namens Michael Gobron in einer Schlacht gegen die arabisch-muslimischen Eindringlinge besonders hervor. Nachdem diese die Festung Kvelistsikhe im Süden Georgiens eingenommen hatten, nahmen die Muslime alle Überlebenden gefangen, darunter auch Fürst Gobron. Tief beeindruckt von den soldatischen Fähigkeiten des Georgiers ließ Emir Abu al-Qasim diesen mit Respekt behandeln.

König Adarnerse schickte Abu al-Qasim eine große Summe Geldes, um seine Leute auszulösen, und einige wurden daraufhin freigelassen, aber nicht Gobron. Der georgische Fürst erkannte deutlich, was die Zukunft ihm bringen würde, und bereitete sich darauf vor, um Christi willen gemartert zu werden. Die Sarazenen geleiteten Gobron und 133 georgische Krieger zu ihrer Hinrichtung.

Abu al-Qasim führte den gläubigen Fürsten in Versuchung, indem er ihm weltlichen Glanz und Ruhm im Tausch für dessen Widerruf des christlichen Glaubens anbot. Aber der Hl. Gobron wies all diese Angebote zurück. Da befahl der erzürnte Abu al-Qasim, ihn hinaus in den Hof zu bringen und ihm seine getöteten Landsleute auf der einen Seite, die versprochenen Reichtümer aber auf der anderen Seite zu zeigen.

Als der Emir listig fragte, für was sich Gobron entscheiden wolle, sagte dieser: „Ich habe Euch von Anfang an gesagt, dass ich Gott, meinen Herrn, nicht verraten werde!“

Da ersann der Emir eine weitere, noch grausamere Prüfung: „Er kennt den Schrecken des Todes [noch] nicht. Führt ihn hinaus und richtet jeden lebenden Christen vor seinen Augen!“, befahl er.

Sie führten den Heiligen hinaus in die Mitte seiner Brüder und begannen, sie alle abzuschlachten. Das Blut der Toten floss in alle Richtungen um Gobron herum, und die leblosen Körper sanken zu seinen Füßen nieder; aber auch all dieser Schrecken konnte seinen Willen nicht brechen.

Dann befahlen sie ihm, den Kopf zu beugen, und schwangen zweimal ihre Schwerter über ihm. Fürst Gobron malte sich mit Blut ein Kreuz auf die Stirn und sagte: „Ich danke Dir, Herr Jesus Christus, dass Du mich erwählt hast, den erbärmlichsten aller Sünder, mein Leben um Deiner Willen hinzugeben!“

Wieder brachten sie den Hl. Gobron vor den Emir. Zum letzten Mal versuchte Abu al-Qasim ihn zum Abschwören zu bewegen, aber der von Blut tropfende Heilige erklärte: „Tu was du willst - ich bin Christ und werde niemals den Namen Christi verraten!“

Da verlor Abu al-Qasim die Geduld und befahl, dem Hl. Gobron den Kopf abzuschlagen und diesen zu den anderen verstümmelten Körpern zu werfen. Dann hoben sie drei große Gruben aus, warfen die Überreste der Märtyrer hinein, schütteten Erde darüber und verboten allen Christen, sich diesem Ort zu nähern. In der Nacht waren die Gräber von göttlichem Licht umschienen, sichtbar für Gläubige und Ungläubige.

Weil sie ihr Leben für Christus hingegeben hatten, zählen der ehrwürdige Michael Gobron und die 133 Märtyrer zu den Heiligen der Georgischen Apostolischen Kirche.

Als Tag des Gedenkens zu ihren Ehren wurde der 17. November bestimmt, der Tag ihres Martyriums.