Erhard von Regensburg

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Darstellung des Hl. Erhard im Uta-Codex, 11. Jahrhundert
Erhardi-Schrein, Niedermünster

Der Hl. Erhard von Regensburg (* vor 700 vermutlich in Narbonne, Südfrankreich; † um 715/717 in Regensburg) war Wanderbischof im Elsass, bevor er Bischof von Regensburg wurde. Sein Gedächtnis wird am 8. Januar gefeiert, die Übertragung seiner Gebeine am 8. Oktober.

Der Hl. Erhard gilt als der erste Bischof von Regensburg und Klostergründer. Er war der Bruder des Bischofs von Trier. Zunächst missionierte er im Elsass. Sieben Klöster gründete er dort. Um das Jahr 670 heilte er durch die Taufe die blind geborene Tochter Odilia (oder Ottilia) des Herzogs Athich, in dem von ihm gegründeten Kloster Baume-les-Dames, wohin ihre Mutter Bethsvinda, mit dem blinden Kleinkind vor dem Vater, der es umbringen wollte, geflüchtet war. Die Hl. Ottilia wurde später Äbtissin des Klosters auf dem Odilienberg bei Straßburg im Elsass. Kirche und Kloster brannten im 16. Jahrhundert ab. Der Hl. Erhard wird oft zusammen mit der Hl. Odilia abgebildet. Vor 700 wirkte der Hl. Erhard, noch vor der eigentlichen Gründung des Bistums Regensburg durch Herzog Theodos II., als Vorbereiter des christlichen Glaubens in Bayern. Um das Jahr 700 wurde er Bischof von Regensburg. Er wurde in der Niedermünsterkirche in Regensburg beigesetzt und am 8. Oktober 1052 durch Papst Leo IX. heilig gesprochen.

In der Pfarrkirche zu Attaching bei Freising befinden sich seit dem Jahre 1720 eine Reliquie des Hl. Erhard. Es handelt sich um den Teil eines Armes. Fürstbischof Johann Franz Eckher schenkte diese Reliquie samt Reliquienschrein am 5. Januar 1720 der Gemeinde von Attaching.

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