Erasmus

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Erasmus (* um 240 in Antiochia; † 303 in Formia) war Bischof und Märtyrer. Sein Gedenktag ist der 4. Mai.

Leben

Der Hl. Erasmus war Bischof einer Stadt im Patriachat von Antiochien zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian. Zu Beginn der Verfolgungen flüchtete sich der Hl. Erasmus in den Libanon und lebte dort lange Zeit als Eremit. Als er entdeckt wurde, wurde er einem heidnischen Richter vorgeführt und in der Folge schwer misshandelt. Unter anderem wurde er mit bleiernen Kolben geschlagen und mit siedendem Pech und Schwefel übergossen, was er jedoch schadlos überstand. Ruhig stand er da in der flammenden Masse, die um ihn schäumte und kochte, und pries mit lauter Stimme den Herrn. Alle, die dieses wundersame Schauspiel mit ansahen, wurden zu Christus bekehrt; nur der Richter blieb verhärtet, ließ den Hl. Erasmus in schwere Ketten schmieden, in den Kerker führen und verbot, ihm Nahrung zu geben. Im Kerker erschien indes ein Engel, löste den Heiligen von seinen Ketten und führte ihn zum Hafen hinab, wo gerade ein Schiff die Anker lichtete, mit welchem der Heilige nach Italien gelangte. Gemäß der Verheißung des Engels bekehrte er dort viele zu Christus. Einmal predigte er mitten in einem Unwetter, und der Himmel über ihm und seinen Zuhörern blieb ruhig und klar. Die bei Gewittern manchmal auf hohen Stangen erscheinenden elektrischen Strahlenbündel sind nach dem Hl. Erasmus Sankt Elmsfeuer benannt. In Formia in Kampanien, in der Nähe der heutigen Ortschaft Gaeta, ging er um das Jahr 303 hochbetagt in Frieden zum Herrn.

Reliquien

Seine Reliquien ruhten bis zum 6. Jahrhundert in der Kathedrale von Formia. Als die Sarazenen die Stadt im 9. Jahrhundert zerstörten, wurden die Gebeine nach Gaeta gerettet. Reliquien des Heiligen befinden sich in Boulogne, Verona, Mainz, Köln und München.

Textnachweis

Dieser Text stammt aus: "Orthodoxe Heiligenleben", Vorabdruck im Internet, S.117. Scan des Kapitels über den Hl. Erasmus. Mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber.

Weblinks