Ephrem der Syrer

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Gedenktag: 28. Januar

Der Ehrw. Ephrem wurde um 306 in Nisibis, dem heutigen Nusaybin in der Türkei, geboren. Er war das Kind christlicher Eltern; nach anderen Quellen war er der Sohn eines heidnischen Priesters. Mit 18 Jahren wurde er getauft, mit 30 zum Diakon geweiht. Er war als theologischer Lehrer in seiner Heimatstadt tätig, bis er 363 nach Edessa (dem heutigen Urfa in der Türkei) floh, als Nisibis an die Perser fiel.

In Edessa lebte er zunächst als Einsiedler, gründete dann eine Schule und gewann wegen seiner Weisheit und seiner Frömmigkeit großen Einfluss. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse galt der Heiligen Schrift, er schrieb dogmatische und moraltheologische Werke. Bei der Glaubensverkündigung übernahm er Methoden seiner Gegner, die religiöse Inhalte unter das Volk brachten, indem sie sie mit populärer Musik verbreiteten. Ephrem überbot dabei seine Konkurrenten an Können, Musikalität und Erfolg, was ihm den Ehrentitel "Harfe des heiligen Geistes" eintrug. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, insbesondere Hymnen. Die bekanntesten der mehr als hundert überlieferten Hymnen sind Lobgesänge auf Maria. Er starb im Juni 373 (oder 379) in Edessa.

In der Großen Fastenzeit wird bei vielen Gottesdiensten das Gebet des Hl. Ephrem von Syrien in Verbindung mit großen Metanien gesprochen.


Quelle: russische-kirche-l.de