Enkolpion

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Orthodoxes Glaubensbuch - Das Enkolpion

Metropolit Hilarion von Volokamsk mit dem Enkolpion

Die Panagija (das Enkolpion) ist das Brustmedaillon der Bischöfe. Es trägt ein Bild der Gottesmutter, am häufigsten hat es eine runde oder ovale Form mit verschiedenen Verzierungen.

Das Kreuz und die Panagija der Bischöfe sind das Zeichen für die höchste Vollmacht in der Kirche. Wie das Kreuz und die Ikone der Gottesmutter hinter dem Altartisch weisen sie auf die Erlösung der Menschen durch den Kreuzestod Jesu Christi und auf die Fürbitte der Gottesmutter – der Mutter der Kirche – hin. Das Bischofskreuz und die Panagija erinnern daran, dass der Bischof den Herrn und die Gottesmutter in seinem Herzen tragen soll, deshalb soll er ein reines Herz und den rechten Geist haben. Wenn dem Bischof das Kreuz umgehängt wird spricht der Diakon: “Wenn jemand mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst – sprach der Herr –, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.” Beim Umhängen der Panagija spricht er: “Ein reines Herz schaffe Gott in dir und Er erneuere den rechten Geist in dir, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.”

Im alltäglichen Leben trägt der Bischof die Panagija als ein Diener der Gottesmutter, als ein Vertreter ihrer Macht auf Erden.

Das Kreuz und die Panagija der Bischöfe werden ebenfalls an Ketten getragen, die im oberen Teil ein Querglied haben, so dass die vordere Hälfte der Kette an der Brust hängt und der hintere Teil am Rücken. Das obere und untere Ende des bischöflichen Kreuzes und der Panagija bedeutet, dass der Bischof Christus in der Sorge um die Errettung der Menschen und im Tragen seines Kreuzes nachfolgt; es bedeutet auch den doppelten Charakter des bischöflichen Dienstes – den Dienst für Gott und an den Menschen.

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