Alexios, Hl. Metropolit v. Moskau u. Wundertäter v. ganz Russland

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Gedenktage: 12. Februar, 20. Mai (Auffindung der Gebeine), 5. Oktober (Synaxis der Heiligen von Moskau

Geboren wurde der Heilige im Jahre 1292 (nach anderen Quellen: 1304) in Moskau in der Bojarenfamilie Bjakontow als Sohn des russischen Fürsten Feodor, der aus Tschernigow gekommen war, und auf den Namen Eleutherios getauft.

Sein Taufpate war der russische Großfürst Ioann Kalita selbst. Schon als junger Mann trat er in das Moskauer Theophanie-Kloster ein, wo er zwanzig Jahre in strenger Askese verbrachte. Dabei war u.a. der leibliche Bruder des Sergius von Radonesch, Stefan, nebst dem Starzen Gerontij sein Seelenführer. Auf Anordnung des Metropoliten Theognostos wurde Alexios von etwa 1320 an für zwölf Jahre mit verschiedenen juristischen Angelegenheiten der Kirche und dem Titel eines Metropolitenstellvertreters betraut. Ende 1350 weihte er den Metropoliten Alexios zum Bischof von Wladimir, und nach dem Tode von Theognostos wurde er 1354 dessen Nachfolger.

Wegen der weitreichenden Ansprüche des Metropoliten Roman von Litauen und Wolhynien auf die Oberhoheit der gesamten ostslawischen Kirche und die Rechtsnachfolge der Kiewer Metropolie wandte sich Alexios 1356 in Konstantinopel persönlich an den Patriarchen Kallistos I., der ihm ausdrücklich sein Recht bestätigte, sich als "Metropolit von Kiew und der ganzen Rus" zu bezeichnen. Auch musste Alexios wiederholt Schutz für die ihm anvertraute Herde durch Bittreisen zum Tatarenkhan erbitten. Dabei soll er 1357 die Gemahlin des Khans, Tajdula, von der Blindheit geheilt haben. Nach dem Tode des Fürsten Ioann amtierte der Metropolit als Vormund des jugendlichen Nachfolgers Demetrios (des späteren Siegers vom Don). Außerdem errichtete Alexios in diesen Jahren das Erlöser-Kloster am Ufer der Jausa (später meist nach dessen erstem Abt, dem Schüler des Sergius von Radonesch, Andronikos, "St.Andronikos-Erlöser-Kloster" genannt) und einige weitere Klöster in Nischni Nowgorod und Vladimir. Ferner übersetzte er das Evangelium neu aus dem Griechischen und schrieb es selber auf. Im hohen Alter von fast achtzig Jahren und nach einem Vierteljahrhundert auf dem Metropolitenstuhl starb Alexios (wohl 1378) und wurde nach seinem Wunsch im Wunder-Kloster im Moskauer Kreml bestattet.

Seine Gebeine wurden zwischen 1431 und 1438 erhoben; die Festfeier wurde 1448 eingeführt. (© "Gottesdienst zum Ehren aller Heiligen der Rus", Würzburg, 1987. Seiten- 70 - 78)

Quelle: http://www.russische-kirche-l.de/