Alexander Mileant

Aus Orthpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alexander Mileant.jpg

Bischof Alexander (Mileant) von Buenos Aires und Südamerika

Bischof Alexander wurde 1938 als Alexander Wassiliewitsch Mileant in Odessa (Russland) geboren. Im Zweiten Weltkrieg blieb sein Vater an der Front verschollen, und seine Familie floh vor den Bolschewisten in den Westen; nach Prag, Rom und schließlich Buenos Aires, wo der junge Alexander die Grundschule und dann eine siebenjährige elektrotechnische Ausbildung absolvierte. Er arbeitete als Maschinenbauzeichner für verschiedene Firmen und schrieb sich dann an der Universität von Buenos Aires ein.

Seit seinem achten Lebensjahr, leistete Alexander Ministrantendienste bei Erzbischof Panteleimon, später bei Erzbischof Afanassy, der ihn unter seine Fittiche nahm und ihm drei Jahre lang eine theologische Grundbildung vermittelte und außerdem eine große theologische Bibliothek besaß. In dem Wunsch, die Werke der Heiligen Väter im Original lesen zu können, lernte Alexander zuerst Neu- und dann Altgriechisch.

Ende 1963 schrieb sich Alexander am [[Holy Trinity Seminary (Heilige-Dreiheits-Seminar) in Jordanville[[ im Staat New York/USA ein, das er 1967 mit dem Titel eines Baccalaureus beendete. 1966 ernannte ihn Erzbischof Averky (Taushev) zum Diakon, und während des Großen Fastens ernannte ihn der Metropolit Philaret (Voznesensky) seligen Angedenkens zum Priester und vertraute ihm die Sorge um die Holy Virgin Russian Orthodox Church (Russische Orthodoxe Heilige-Jungfrau-Kirche) in Los Angeles, der er 31 Jahre vorstehen sollte. 1971 bis 1985 leitete Vater Alexander verschiedene Jugend-Pilgerfahrten nach Griechenland und ins Heilige Land. Derweil er seiner Herde geistige Nahrung spendete, setzte Vater Alexander seine wissenschaftliche Ausbildung fort und erwarb 1978 zuerst einen Baccalaureus- und dann einen Magister-Grad in Elektrotechnik und schließlich 1983 das Ingienieursdiplom in Kommunikationswissenschaften von der University of Southern California (Universität Süd-Kalifornien) in Los Angeles. Er arbeitete in den Düsenantriebs-Laboratorien der NASA. Seine Laientätigkeit ermöglichte es Vater Alexander, ein Computerfachmann zu werden, was ihm wiederum dabei half, zahlreiche Missions-Schriften zu veröffentlichen, die in Russland und darüber hinaus sehr populär waren. Heute sind es über 300 Broschüren zur Orthodoxie auf Russisch, Englisch und Spanisch.

1995 wurde Protopriester Alexander im Heilig-Dreiheits-Kloster zum Mönch geschoren und bekam den Namen Alexander zu Ehren des [[Heiligen Märtyrers Alexander von Charkow[[, der 1939 im Gefängnis starb (bis dahin hatte Vater Alexander den Namen von [[Alexander Newski[[ getragen, an dessen Gedenktag er entschlief.

Am 28. Mai 1998 wurde Archimandrit Alexander in der [[Synodalen Kathedrale in New York[[ zum Bischof geweiht und zum Regierenden Bischof von Buenos Aires und Südamerika ernannt. In der Nacht vom 12. auf den 13. September 2006 ging Seine Excellenz Bischof Alexander von Buenos Aires und Südamerika nach langer Krankheit Heim zum Herrn.