Alexander Iljitsch Netschipor, Lektor

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Lektor Alexander Il'ič Netschipor

Alexander Il'ič Netschipor wurde am 20. 9. 1892 in Strzelce, Polen (ehemaliges kaiserliches Russland), als Sohn eines Forstmeisters geboren. Nach der Volksschule besuchte er die Mittelschule mit dem theologisch-pädagogischen Seminar in Chelm.

Schon als 13-Jähriger verlor er seine Eltern und fand Aufnahme in der Familie seines älteren Bruders. Aufgrund der Einberufung zum Militär 1916 konnte er das Studium der Rechtswissenschaften an der Moskauer Universität nicht beenden.
Im Mai 1917 heiratete er und ein Jahr später wurde seine Tochter Elena geboren.
1918 wurde er aus dem Militärdienst entlassen.
Der Ausbruch der Russischen Revolution veranlasste die Familie, im August 1920 zu Verwandten der Frau nach Österreich auszuwandern.
Nach Erlernen der deutschen Sprache und der Absolvierung des Musikkonservatoriums von 1928 bis 1931 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach.
Da die Front immer näher rückte, flüchtete er Anfang 1945 nach Innsbruck (Tirol). Dort gehörte er dem Chor des Tiroler Landestheaters an. Seine Intelligenz und sein Fleiß brachten ihm verschiedene Dolmetschaufträge und später Lehraufträge an der Universität Innsbruck ein.
Parallel zu diesen Tätigkeiten leitete er den russisch-orthodoxen Kirchenchor in Innsbruck, fallweise auch in Salzburg und Kufstein.
Im Jahre 1963 wurde Wien zum Zentrum des kirchenmusikalischen Wirkens A. I. Netschipors.
Seit frühester Jugend widmete er jede freie Minute dem Lesen, der Musik und dem Gesang. Seine enge Verbundenheit zur Orthodoxie dokumentierte er durch sein mehr als 50 Jahre dauerndes Engagement als Chorleiter und Komponist von Kirchenmusik und –gesang.
Das Amt des Chorleiters an der russisch-orthodoxen Kathedrale zum hl. Nikolaus in Wien bekleidete er mehrere Jahrzehnte mit großer Hingabe und aus ganzem Herzen. Viele Notenhefte sind ein lebendiges Zeugnis dafür.
Alexander Il'ič Netschipor starb im Jahre 1979 und ist in der russischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofs beigesetzt.

Quelle & Copyright

Nikolsobor.Org