Abbas

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In der Orthodoxie bedeutet Abbas insbesondere Altvater. Ursprünglich verstand man unter Abbas den erprobten, geisterfüllten Mönchsvater und Seelenführer[1]. Hieraus entwickelte sich dann die lateinische Amtsbezeichnung abbas für einen Klostervorsteher (Abt).

Unser deutsches Abbas geht auf dieses spätlateinische Lehnwort zurück (aus aramäisch abba „Vater“, dieses aus hebräisch ab). Der arabische Name Abbas stammt über das arabische الكاتب الدينية (streng, finster, Klostervorsteher, Schriftgelehrter) vom ebenfalls arabischen Verb für jemanden finster ansehen ab.[2] Arabisch gehört wie Hebräisch und Aramäisch zur semitischen Sprachfamilie. Die Familie und ehemalige Dynastie (750-1258/1517) der Abbasiden geht auf al-ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muttalib (arabisch العباس بن عبد المطلب, DMG al-ʿAbbās bin ʿAbd al-Muṭṭalib; * um 565 in Mekka; † um 653 in Medina) , einen Onkel des Propheten Mohammed, zurück.

Anmerkungen

  1. Sergius Heitz (Hrsg.): Christus in euch: Hoffnung auf Herrlichkeit. Orthodoxes Glaubensbuch. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-56832-0, S. 231.
  2. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Das große Vornamenlexikon. 3. Auflage. Dudenverlag, Mannheim u.a. 2007, ISBN 978-3-411-06083-2, „Abbas“, Seite 35.